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Castrop-Rauxel

Deutschland, Castrop-Rauxel
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Die Stadt "Castrop-Rauxel" liegt im Ruhrgebiet im Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. Als kreisangehörige Stadt wird Castrop-Rauxel im Regionalverband Ruhr (RVR) durch den Kreis Recklinghausen vertreten. In der Landesplanung Nordrhein-Westfalens ist Castrop-Rauxel als Mittelzentrum eingestuft.

Castrop-Rauxels Stadtbild war im 19. und 2. Jahrhundert stark durch den Bergbau geprägt. Im Zuge der Industrialisierung siedelten sich die Zeche Erin, die Zeche Graf Schwerin, die Zeche Ickern und die Zeche Victor in der Stadt an. Das Ende des Bergbaus in Castrop-Rauxel wurde mit der Schließung der Zeche Erin im Jahr 1983 besiegelt. An die Bergbautradition erinnern heute Industriedenkmale, wie der Förderturm der Zeche Erin und der Hammerkopfturm.

War der Slogan der Stadt früher noch „Industriestadt im Grünen“ (über 6 % der Stadtfläche sind Grünfläche), so ist davon durch die Schließung aller Zechen und den Strukturwandel nur noch „… im Grünen“ übriggeblieben, geschmückt mit dem Titel „Europastadt“.

Geographie
Altstadt Castrop mit dem Förderturm der Zeche Erin
Der Stadtkern von Castrop, von Westen aus gesehen
Erinturm im Erinpark
Räumliche Lage

Castrop-Rauxel liegt im so genannten Emscherland, im nördlichen Teil des Ruhrgebietes und gehört als Stadt im Kreis Recklinghausen zur Metropolregion Ruhr. Gelegen am Rhein-Herne-Kanal und an der Emscher, durchquert der Fluss die Stadt entlang der nördlichen Stadtteile Ickern, Habinghorst und Pöppinghausen von Osten nach Westen.

Stadtgebiet
Das Stadtgebiet von Castrop-Rauxel hat eine Fläche von insgesamt 51,66 km². Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 11,8 km und die West-Ost-Ausdehnung 9,3 km. Den höchsten Punkt der Stadt markiert die Halde Schwerin mit 147 m über NN, den niedrigsten die Pöppinghauser Straße neben Haus Nr. 264 mit 5,2 m über NN. Die mittlere Höhenlage beträgt 98,6 m über NN.

Die Stadt gliedert sich in 15 Stadtteile, von Nord nach Süd genannt: Becklem, Henrichenburg, Ickern, Habinghorst, Pöppinghausen, Deininghausen, Rauxel, Bladenhorst, Behringhausen, Castrop, Dingen, Schwerin, Obercastrop, Frohlinde und Merklinde.

"Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtteile" (Stand: 25):


In Castrop-Rauxel und den angrenzenden Städten leben rund 1,4 Millionen Menschen (Stand: 25), was die Lage im Verdichtungsgebiet verdeutlicht.

Nachbargemeinden und Nachbarstädte

Folgende Städte grenzen an die Stadt Castrop-Rauxel - im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:

Recklinghausen, Datteln, Waltrop (alle Kreis Recklinghausen), Dortmund, Bochum, Herne.

Geschichte
Der Marktplatz von Castrop-Rauxel
Altes Castrop-Rauxeler Rathaus
Teil des Castrop-Rauxeler Rathauses
Die einzelnen Stadtteile von Castrop-Rauxel blicken auf eine unterschiedlich lange eigene Geschichte zurück.

Ursprünglich legten Römer in Castrop einen Militärposten an, da sich hier zwei Römerstraßen kreuzten. Nach und nach nutzten jedoch auch Händler diese Anlagen als Handelslager, um ihre Waren zu deponieren. Auf dem Gelände der (späteren) Zeche Erin in Castrop befand sich eine germanische Siedlung, die vom Ende des 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus enge wirtschaftliche Beziehungen zum Römischen Reich hatte.

Karl der Große legte im Sachsenkrieg entlang der Straßen Verpflegungslager und Stützpunkte an und er selber nutzte die Römerstraße bei seinem Marsch Richtung Norden. Diese mussten sich aus dem Land ernähren und waren früher noch als Reichshöfe bekannt. Diese Reichshöfe entwickelten sich zu Ortschaften, in diesem Fall wurde aus Castorp - "Dorf am Speicher" - Castrop.

834 wurde die Villa Castrop das erste mal urkundlich erwähnt. Im Jahre 1484 stellte Johann II. von Cleve den Bürgern einen Freiheitsbrief aus. 192 entstand aus der Titularstadt Castrop und zwei weiteren Gemeinden die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop-Rauxel aus Teilen der Stadt Castrop und des Amtes Rauxel gebildet. Sie gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund bevor sie am 1. April 1928 kreisfrei wurde.

Während des Luftkriegs wurde Castrop zunehmend Ziel schwerer alliierter Luftangriffe. Hauptsächlich die großen Industriegebiete wie die Zechen und Chemiewerke wurden
schwer getroffen, konnten meist aber nach kurzer Zeit den Betrieb wieder aufnehmen. Das Stadtgebiet selber wurde jedoch nicht verschont so fielen tausende Tonnen Bomben auf
Castrop-Rauxel.

Im März 1945 warfen die alliierten Luftstreitkräfte verstärkt Flugblätter über dem Ruhrgebiet ab. Auch die Castrop-Rauxeler Bevölkerung wurde aufgefordert, das Ruhrgebiet zu verlassen und sich in eine sichere Gegend außerhalb des Ruhrgebietes zu begeben. Diesem Aufruf wurde kaum nachgekommen, da kaum noch jemand wusste, wohin er gehen sollte. Am 7. März war Castrop-Rauxel wieder Ziel schwerer amerikanischer Luftangriffe. So wurden die Rütgerswerke und die Teerverwertung schwer getroffen. Am 13. März erfolgte ein weiterer schwerer Angriff auf die Zeche Erin, die nach dem Angriff für ein paar Tage die Förderung einstellen musste. Bereits am 15. März wurden die Rütgerswerke erneut Ziel amerikanischer Luftangriffe.

Am 1. April 1945 trafen sich der Castroper Oberbürgermeister Dr. Anton und die höchsten Beamten und Angestellten und diskutierten den Führerbefehl, bei Anrücken des Feindes alle Brücken, Versorgungsleitungen und Produktionsbetriebe zu zerstören. Es wurde einstimmig beschlossen, diesen Befehl zu ignorieren. Der Ortskommandant der Deutschen Streitkräfte verkündete vor dem Oberbürgermeister um 17 Uhr: "Castrop ist nun Kampfgebiet!"
Am 2. April erreichten die Amerikaner Castrop-Rauxel im Norden, wobei Pöppinghausen als erster Stadtteil in amerikanische Hände fiel. Die Deutschen hatten sich bereits hinter den Kanal zurückgezogen und die Kanalbrücke Bladenhorst, die Schemhofbrücke an der Wartburgstraße sowie die Brücke an der Hebewerkstraße und sämtliche Emscherbrücken gesprengt. Nachdem sich der Kreisleiter Nieper abgesetzt hatte, wurde auch der Volkssturm am 4. April entwaffnet und aufgelöst.

Erstmals waren die Amerikaner wieder auf schweren Widerstand gestoßen; denn für den relativ kleinen Frontabschnitt war Castrop gut besetzt und wurde schwer verteidigt. Bereits Ende 1944 wurde in Castrop begonnen, Panzersperren, Ein-Mann-Schützenlöcher sowie auf Betonsockeln installierte Flak vom Kaliber 8,8 cm und 2 cm zu befestigen. Auf deutscher Seite standen das 2. und das 23. Regiment der 2. Fallschirmjäger-Division sowie ein Bataillon der Heerespolizei mit Sturmgeschützen den gut ausgerüsteten amerikanischen Truppen des 289. Regiments der 26. US-Infanterie-Division gegenüber. Nach Kampfberichten der 26. US-Infanterie-Division war der Widerstand in Castrop-Rauxel zäher als im Ardennenbogen und im Kessel von Colmar. Am 8. April nahmen amerikanische Truppen endgültig die Altstadt sowie Beringhausen ein. Der letzte verbissene Widerstand fand am 9. April im Bereich Merklinde statt. Diese Verteidiger zogen sich allerdings in Richtung Merklinde zurück.

Eingemeindungen
Am 1. April 192 entstand aus der Titularstadt Castrop und den Gemeinden Behringhausen und Obercastrop die Stadt Castrop. Zum 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop mit den Gemeinden Rauxel, Bövinghausen, Frohlinde, Merklinde, Habinghorst (bis dahin Amt Rauxel), Bladenhorst, Pöppinghausen (bis dahin Amt Bladenhorst), Teilen Deininghausens, Dingen, Frohlinde und Ickern (bis dahin Amt Mengede) zur neuen Stadt Castrop-Rauxel zusammengelegt; 1928 wurde auch der Rest von Deininghausen in die neue Stadt eingemeindet.

Am 1. Januar 1975 erfolgte im Zuge der Kommunalen Neugliederung die Eingliederung der Gemeinde Henrichenburg in die Stadt Castrop-Rauxel. Gleichzeitig wurde diese eine kreisangehörige Stadt im Kreis Recklinghausen. Somit wechselte sie zum gleichen Zeitpunkt vom Regierungsbezirk Arnsberg in den Regierungsbezirk Münster.

Einwohnerentwicklung

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Castrop nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So forderten der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und eine Pestepidemie 1636 zahlreiche Todesopfer. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung sehr schnell. Lebten 1818 erst 646 Menschen in dem Ort, so waren es 19 bereits 9.4. Einen Zuwachs von 5. Personen brachte 192 die Eingemeindung von Behringhausen und Obercastrop. Am 1. April 1926 entstand durch den Zusammenschluss der Stadt Castrop und zehn Landgemeinden die neue Stadt "Castrop-Rauxel" mit 53.399 Einwohnern.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten zu einem starken Anwachsen der Einwohnerzahl. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der Stadt lag 1962 mit rund 22. Personen bei etwa einem Viertel. Im gleichen Jahr erreichte die Bevölkerungszahl mit 88.923 ihren historischen Höchststand. Am 3. Juni 25 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Castrop-Rauxel nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 77.78 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das sind rund 13 Prozent (11.143 Personen) weniger als 1962.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Castrop (bis 1925) und Castrop-Rauxel (ab 1926) nach dem "jeweiligen" Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

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¹ Volkszählungsergebnis

Politik
Stadtrat

Nach der Kommunalwahl vom 3.August 29 verteilen sich die 46 Sitze im Stadtrat folgendermaßen:


Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975
In der ListeVerzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 24 werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.



1 Grüne: 1984 bis 1994: GAL, ab 1999: B’9/Grüne
2 Linke: 24: PDS, 29: Linke

→ "Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen vor 1975"

Stadtoberhäupter

"(während der Kreisfreiheit Oberbürgermeister, sonst Bürgermeister)"
* 1926–1933: Dr. Mende, Zentrum, Bürgermeister, ab 1928 Oberbürgermeister
* 1933–1945: Dr. Richard Anton, NSDAP
* 1945–1946: Arnold Boerboom
* 1946–1948: Hubert Krehe, CDU, Oberbürgermeister
* 1948–1971: Wilhelm Kauermann, SPD, Oberbürgermeister
* 1971–1989: Hugo Paulikat, SPD, Oberbürgermeister/ab 1975 Bürgermeister
* 1989–1999: Hans Ettrich, SPD, Bürgermeister
* 1999–24: Nils Kruse, CDU, Bürgermeister
* 24−: Johannes Beisenherz, SPD, Bürgermeister

Wappen
Stadtwappen von Castrop-Rauxel
Das Wappen der Stadt zeigt ein goldenes Andreaskreuz in blauem Feld, bei dem der rechte Balken über dem linken liegt. Die älteste erhaltene Urkunde, welche das Andreaskreuz zeigt, stammt aus dem Jahre 1512.

Die 192 aus den Gemeinden Castrop, Obercastrop und Behringhausen gebildete Stadt Castrop übernahm als Stadtwappen das alte Wahrzeichen, das Andreaskreuz, mit den seit dem 17. Jahrhundert überlieferten Farben Blau und Gold. Der damalige Regierungspräsident von Arnsberg genehmigte die Führung des Stadtwappens am 28. Januar 1911. Aufgrund einer amtlichen, preußischen Vorschrift musste dem Wappen jedoch nun eine dreitürmige Mauerkrone aufgesetzt werden.

Am 3. August 1926 wurde dieses Wappen für die neue Stadt Castrop-Rauxel übernommen, was das preußische Staatsministerium am 24. November 1926 genehmigte. Am 15. Juli 1965 wurde die Mauerkrone, da historisch unbegründet, vom Wappenschild entfernt. Demnach wird das Stadtwappen seit dem 1. August 1965 wieder in seiner historisch überlieferten Form geführt.

Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:

Von 195 bis 2 war die niederländische Stadt Delft Partnerstadt von Castrop-Rauxel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hammerkopfturm Erin Schacht 3
Die Lutherkirche
Das ehem. Kraftwerk Rauxel während der Abbrucharbeiten
Schloss Bladenhorst
Haus Goldschmieding
Europa- und Stadthalle
Parkbad Süd, Eingang

Theater und Kino
Das Westfälische Landestheater (WLT) hat seinen Sitz in Castrop-Rauxel. Das bekannte Callo-Theater-Projekt hat ebenfalls seinen Sitz in Castrop-Rauxel.

Das Kino "Die Kurbel" verfügt über 2 Säle mit insgesamt 46 Sitzplätzen, liegt in der Innenstadt oberhalb des "Bahnhofs Castrop-Rauxel Süd" und ist nach dem Kinosterben in Castrop-Rauxel das einzige verbliebene Kino in der Stadt.

Bauwerke
"Siehe auch:" Liste der Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet

Bedeutende Bauwerke in Castrop-Rauxel sind der "Hammerkopfturm" und das Vollwand-Strebengerüst der ehemaligen Zeche Erin. Als Industriedenkmäler zeugen sie von der Bergbauvergangenheit der Stadt. Dazu zählt auch die Halde Schwerin mit einer begehbaren Sonnenuhr, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Graf Schwerin.

Sehenswerte Bauwerke sind auch das Schloss Bladenhorst, ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst, die St.-Lambertus-Kirche im Stadtteil Henrichenburg, die Lutherkirche aus dem Jahre 1881 in der Altstadt, das Taubenvatta-Denkmal, ein Bronzedenkmal, das seit 1986 auf dem Kuopio-Platz steht und der "jüdische Friedhof" aus dem Jahr 1743. Dieser ist der älteste noch erhaltene Friedhof. Das Haus Goldschmieding, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, beherbergt heute ein Schlossrestaurant und befindet sich in einem Park, unweit der ehemaligen Pferderennbahn, auf der 1874 bis 197 die auch überregional bekannten Naturhindernisrennen stattfanden. Heute befindet sich dort ein Naherholungsgebiet. An die Pferderennentradition erinnert das 1912 errichtete Reitsportdenkmal auf dem Altstadtmarkt.

In der Altstadt findet man ebenfalls eine dem in Westfalen besonders verehrten Lambert von Lüttich, Bischof von Maastricht, geweihte Kirche, deren Ursprung auf das Jahr 125 zurückgeht. In dem ältesten noch erhaltenen Teil steht ein Sakramentshäuschen aus Baumberger Sandstein, welches um 1512 erschaffen wurde.

Am Rande der Altstadt liegt der "Stadtgarten". Dort befindet sich auch das 1926 eröffnete und 1992 geschlossene "Parkbad Süd". Nach der Schließung wurde es unter Denkmalschutz gestellt und ist heute ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Restauration.

In Habinghorst lag das sich im Abbruch befindende Kraftwerk Castrop-Rauxel mit dem ehemals höchsten Bauwerk (23 m hoher Schlot) der Stadt. Es war seinerzeit das modernste "Steinkohlekraftwerk" und seit 1956 in Betrieb. Zuletzt wurde es als Reserve-Kraftwerk eingesetzt. Sein Betrieb wurde 21 wegen Überkapazitäten eingestellt, der Schornstein am 6. April 28 gesprengt.

Im Süden der Stadt erstreckt sich die 27-Loch-Golfanlage Frohlinde. Neben der sportlichen Besonderheit dieser 132 Hektar großen Anlage mitten im Ruhr-Revier zeichnet sich der Golfplatz durch eine wunderschöne Landschaftskulisse und eine extensive Verwirklichung von Erfordernissen des Natur-und Landschaftsschutzes aus.

Der "Landschaftsarchäologischer Park Henrichenburg" im Norden der Stadt lässt die Geschichte der "Burg Henrichenburg" am historischen Standort wieder aufleben. Die Burg wurde erstmals urkundlich 1263 erwähnt und 1787 wegen Baufälligkeit abgebrochen.

Das "Forum Europaplatz", gelegen am Stadtmittelpunkt, ist ein kulturell vielfach nutzbares Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Das Zentrum des Forums besteht aus der "Stadt- und Europahalle" gestaltet nach Plänen des dänischen Architekten Arne Jacobsen, der auch das neue Rathaus entworfen hat.

Sport
Der Castrop-Rauxeler Korfball ist in Deutschland führend. Heimische Vereine
stellen die Mehrheit der deutschen Nationalspieler und vertreten Deutschland seit Jahren im Europapokal. Seit dem Jahr 23 ist Castrop-Rauxel die Beachtennis-Hochburg Deutschlands und stellt mit Spielern der Tennisabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e.V. Meister auf Deutschland- und Europaebene. Die Ruderabteilung des Ruderverein Rauxel 1922 e.V. hat seit seiner Gründung viele deutsche Meister und Weltmeister hervorgebracht. 1988 hat der Verein seinen bisher größten sportlichen Erfolg gefeiert. In diesem Jahr wurde der Rauxeler Ruderer Eckhardt Schultz Olympiasieger im Deutschlandachter. Aktuell haben die Ruderer Magdalena Jakschick und Jannis Augustin auf der Junioren WM 27 in Peking eine silberne bzw. goldene Medaille gewonnen.
Des Weiteren ist die lokale Billard-Szene (Karambol) sehr ausgeprägt. Mit dem ABC Merklinde ist in der Saison 28/29 ein Castroper Billardverein in der 2.Bundesliga vertreten und hat mit Christian Pöther (Freie Partie kl.Bi.) einen amtierenden Deutschen Meister in seinen Reihen. Die Oberligamannschaft Dreiband, ist Deutscher Mannschaftsmeister Saison 27/8 (kleines Billard). Einen neuerlichen Titelgewinn schafften Ronny Lindemann und Markus Dömer. Sie wurden im September 28, für den ABC Merklinde startend, Europameister im Team-Dreiband (kleines Billard) bei der Europameisterschaft in Brandenburg. Weitere traditionsreiche Castroper Billardvereine sind die Billardfreunde Schwerin, sowie der Billardclub Schwerin.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Castrop-Rauxel zählt die im Frühjahr und Herbst stattfindende Kirmesveranstaltung, die traditionell mit einem Feuerwerk am letzten Tag endet. Im Frühsommer startet jährlich das seit Anfang der 199er Jahre veranstaltete Kulinarische Fest "Castrop kocht über" auf dem Castroper Altstadtmarkt. Zu den jährlichen Veranstaltungen in der Castroper Altstadt zählen weiterhin "Home & Garden" im Frühjahr und der "Viktualienmarkt" im Herbst. Im Spätsommer schlägt das WLT-Freilichttheater mit Theateraufführungen auf dem Castroper Marktplatz seine Zelte auf. Darüber hinaus wird von der SPD Castrop-Rauxel einmal jährlich im Erinpark das Live-Event "Rock unterm Förderturm" organisiert. Zur Weihnachtszeit findet regelmäßig ein Weihnachtsmarkt in der Altstadt statt, der durch das "Kulinarische Zelt im Advent" auf dem Marktplatz ergänzt wird. Außerdem findet jährlich die Veranstaltung "Tanz unterm Regenbogen" zu Gunsten AIDS-Kranker und HIV-Infizierter statt.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die "Say-No-Party", wie auch die beiden Rockfestivals "Steel-meets-Steel Festival" und das "Save The Planet Festival".

Preise und Auszeichnungen
*1952 Die britische Königin schenkt der Stadt ein Schwanenpaar als Dank für die Entwicklung der deutsch-britischen Freundschaft
*1962 Ehrentitel „Gemeinde Europas“ - verliehen 1962 vom Europarat.
*1979 Theodor-Heuss-Preis
Der Theodor-Heuss-Preis wurde der Stadt Castrop-Rauxel und ihren Bürgerinnen und Bürgern am 11. März 1979 von der Stiftung Theodor-Heuss-Preis e.V. für ihr beispielhaftes Engagement um die europäische Verständigung und ihre Bemühungen um Europa im Rahmen eines großen Festaktes im Herkulessaal der Münchener Residenz aus den Händen der Vorsitzenden Frau Dr. Hildegard Hamm-Brücher verliehen. Den Festvortrag mit dem Thema „Bürgerengagement für Europa“ hielt Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Wirtschaft und Infrastruktur
Weihnachten in Castrop-Rauxel - die Rütgers Chemicals GmbH
Ansässige Unternehmen
Von den ehemals vielen Großindustrien in Castrop ist nur noch die Rütgers Chemicals GmbH mit ca. 6 Mitarbeitern übrig geblieben. Das Unternehmen wurde im von Evonik an den Finanzinvestor Triton verkauft.

Die restliche Wirtschaftsstruktur ist heute nur noch von mittelständischen und kleinen Unternehmen geprägt.

Verkehr
Fernstraßen
Stadtmittelpunkt mit Rathaus und Europahalle, B 235 und BAB 42
Durch das Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen 2 (Oberhausen-Berlin), 42 (Kamp-Lintfort-Dortmund) und 45 (Dortmund-Aschaffenburg). Am Kreuz Castrop-Rauxel-Ost kreuzt sich die A 42 mit der A 45. Die B 235 von Senden nach Witten, mit Anschluss an die A 4/B 1 knapp südlich der Stadtgrenze in Dortmund, durchquert die Stadt von Nord nach Süd.

ÖPNV
Castrop-Rauxel Hbf im Zentrum von Rauxel
Bahnhof Castrop-Rauxel Süd im Zentrum von Castrop
Ab Castrop-Rauxel Hauptbahnhof verkehrt die S-Bahn Rhein-Ruhr mit der Linie (S2) (Köln-Mindener-Strecke) nach Dortmund und Duisburg/Essen/Recklinghausen. Weiter hält der Rhein-Emscher-Express (RE3) von Hamm nach Düsseldorf am Hauptbahnhof. Von den Haltepunkten Castrop-Rauxel Süd/Altstadt und Castrop-Rauxel-Merklinde verkehrt die Emschertal-Bahn (RB43). Der gesamte Schienenverkehr wird in Castrop-Rauxel von der DB Regio NRW durchgeführt. Die Strecke der Emschertalbahn wurde hingegen zum Fahrplanwechsel im Dezember 26 von der NordWestBahn übernommen.

In Castrop-Rauxel fahren insgesamt 14 Buslinien der BOGESTRA (Linien 353, 378), der DSW21 (48, 481, 482), der Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (311, 321, 341, 343, 361) und der Vestische Straßenbahnen GmbH (233, 237, SB22). Der Städteschnellbus (SB22) verbindet Castrop-Rauxel mit Datteln. Zudem verkehrt eine Nachtexpresslinie (NE11). Die meisten Buslinien fahren Stadtgrenzen überschreitend. Zentrale Haltestelle der Buslinien ist der Busbahnhof am Münsterplatz in der Castroper Innenstadt.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Tarifraumüberschreitend gilt der NRW-Tarif.

Schiffsverkehr
Einer von drei Kanalhäfen in Castrop-Rauxel

Der Rhein-Herne-Kanal verbindet Castrop-Rauxel mit dem deutschen Wasserstraßennetz. Der Rhein-Herne-Kanal, der die Stadt im Norden durchquert, gilt als wichtiger Umschlagplatz für Massengüter und Yachthafen für Freizeitkapitäne. Auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet befinden sich entlang des Kanals insgesamt 4 Kanalhäfen: Zum einen der "Hafen Victor" und der "Hafen Rütgers", die sich beide unweit von Schloss Bladenhorst befinden, zum anderen der "Kanalhafen Luck" und der "Hafen Marmorit", der sich in Höhe der Wartburgstraße befindet. Letzt genannter ist allerdings eher als Anlegestelle zu bezeichnen. Darüber hinaus befindet sich entlang des Castroper Teilstücks des Kanals ein Yachthafen für Freizeitkapitäne im Stadtteil "Pöppinghausen".

Am Emscherdurchlass in Henrichenburg wird die Emscher unter dem Rhein-Herne-Kanal durchgeleitet. Zugleich ist dies der östliche Beginn der bis Oberhausen reichenden "Insel" zwischen Kanal und Fluss, die im Zuge der Renaturierung der Emscher weiter landschaftlich aufgewertet werden soll.

Medien
In Castrop-Rauxel erscheinen die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfälische Rundschau und die Ruhr Nachrichten, jeweils mit einer Lokalausgabe. Alle Zeitungen unterhalten in der Castroper Altstadt eine Lokalredaktion. Die "Ruhr Nachrichten" betreiben zusätzlich eine Geschäftsstelle in der City. Darüber hinaus erscheint mittwochs und samstags der kostenlose "Stadtanzeiger" für Castrop-Rauxel und ein kostenloses "Stadtmagazin", das in den Geschäften zum Mitnehmen ausliegt.

Gesundheitswesen
Krankenhäuser
* "Evangelisches Krankenhaus": Das EvK gehört zur "Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel gGmbH", die auch das "EvK Herne" betreibt. Das Krankenhaus liegt unweit des Stadtmittelpunktes.
* "Katholisches Krankenhaus St. Rochus-Hospital": Seit 24 gehört das St. Rochus-Hospital zur "Katholischen St. Lukas Gesellschaft mbH", zu der auch das "Katholische Krankenhaus Dortmund West" und das "St.-Josefs-Hospital in Dortmund Hörde" gehören. Das Krankenhaus liegt unweit des Stadtzentrums.

Gesundheitswirtschaft
Im Jahr 27 eröffnete in Castrop-Rauxel der "Medical Park Ruhr", ein Zentrum für Komplementärmedizin. Neben Angeboten aus den Bereichen Ayurveda und Wellness befinden sich in dem neu errichteten Gebäudekomplex unweit des Stadtmittelpunkts ein Dialysezentrum, ein Hotel, ein Restaurant sowie eine Seniorenresidenz.

Bildung

Dienstleistungszentrum im Erin-Park

* In Castrop-Rauxel befinden sich 14 Grundschulen. Zudem gibt es zwei Gymnasien (Adalbert-Stifter-Gymnasium und Ernst-Barlach-Gymnasium), zwei Realschulen (Fridtjof-Nansen-Realschule und Johannes-Rau-Realschule), zwei Gesamtschulen (Willy-Brandt-Gesamtschule und Janusz-Korczak-Gesamtschule), zwei Hauptschulen (Franz-Hillebrand-Hauptschule und Schillerschule) und ein Berufskolleg (Berufskolleg Castrop-Rauxel). Darüber hinaus gibt es zwei Förderschulen (Europaschule und Hans-Christian-Andersen-Schule).

* Die FernUniversität Hagen unterhält im Dienstleistungszentrum ("DIEZE") ein Studienzentrum.
* Das Zentrum Frau in Beruf und Technik: Die Einrichtung befindet sich ebenfalls im Dienstleistungszentrum ("DIEZE").
* Volkshochschule/ Berufsbildungszentrum Castrop-Rauxel
* Stadtbibliothek Castrop-Rauxel

Sonstiges

In Castrop-Rauxel ist ein gleichnamiger Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk stationiert worden. Dieser besteht aus zwei Bergungsgruppen und der Fachgruppe Elektroversorgung. Die Unterkunft liegt in der Oskarstr. 51a.

Söhne und Töchter der Stadt
*1844, 21. Juli, Hedwig Kiesekamp, † 2. März 1919 in Münster (Westfalen), Sängerin und Schriftstellerin.
*1878, 9. Mai, Heinrich Haslinde, † 11. November 1938, Heimatdichter.
*198, 11. April, Josef Hermann Dufhues, † 26. März 1971 in Duisburg-Rheinhausen, Politiker (CDU), MdL (Nordrhein-Westfalen), NRW-Innenminister und Landtagspräsident
*1914, 18. September, Karl-Heinz Kramer, Radrennprofi und Weltrekord-Inhaber "Steher hinter Motorradfahrer als Schrittmacher" mit 154,56 km/h, aufgestellt 195 auf dem Grenzlandring
*1915, 26. Januar, Paschasius Hermann Rettler, † 16. September 24, Sorocaba (Brasilien), Bischof von Bacabal (Brasilien).
*1919, 14. Mai, Hinrich Grauenhorst, Maler
*1927, 11. Juni, Alfred Niepieklo, Deutscher Fußballmeister 1956 und 1957.
*1929, 2. März, Josef Reding, Schriftsteller.
*1934, 15. April, Erwin Weiss, † 2. Oktober 28, Sänger
*1935, 13. September, Friedhelm Wentzke, Kanute
*1939, 16. November, Paul Reding, Maler, Bildhauer und Schriftsteller.
*1942, 16. März, Werner Trzmiel, Leichtathlet
*1942, 15. Juni, Friedhelm Ost, Journalist und Politiker.
*1944, 19. November, Klaus Fichtel, Fußballspieler
*195, 4. April, Gabriele Sikora, Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen
*195, 3. Mai, Ralf Suerland, Jockey und Trainer im Galopprennsport
*1951, 27. April, Laurentius Schlieker, Abt des Benediktinerklosters Gerleve
*1955, 5. April, Udo Helmbrecht, Präsident des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)
*1957, 23. September, Mathias Schipper, Fußballspieler
*1958, Hans-Peter Villis, Manager
*1959, 4. Februar, Christian Schreier, Fußballspieler
*1961, 17. November, Wolfram Wuttke, Fußballspieler
*1964, 12. September, Dieter Hecking, Fußballtrainer
*1978, 9. Juni, Michael Melka, Fußballspieler
*1982, 3. April, Marcel Sieberg, Radrennfahrer
*1986, 14. September, Baris Özbek, Fußballspieler
*1987, 29. Juni, Marc-Andre Kruska, Fußballspieler
*1988, 3. Januar, Christopher Nöthe, Fußballspieler

Literatur
* Arnold Boerboom (Hg.): "Castrop-Rauxel. 12 Jahre Aufbau 1945-1957". Castrop-Rauxel 1957.
* Dietmar Scholz: "Von der „Freyheit“ zur „Europastadt“. Geschichte der Stadt Castrop-Rauxel". 1996, ISBN 3-9-33834-
* Dietmar Scholz: "Einblicke und Einsichten. Untersuchungen zur Geschichte von Castrop und Umgebung". Dortmund 27.

Quellen



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 24.08.2019 06:34 von den Wikipedia-Autoren.
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Wenn Sie vielleicht den Online Sportwettenanbieter Sportingbet kennen, dann möchten Sie auch wissen wie seriös dieser Anbieter ist. Das Unternehmen gibt sich sehr kundenfreundlich und Sportingbet besitzt auch viele Kunden. Sie möchten einmal
Viele Menschen versuchen mit Sportwetten reich zu werden, doch Sie wissen nicht was für eine Strategie Sie anwenden sollen, um den besten Ertrag zu bekommen. Es gibt nicht die eine Strategie, die zum sicheren Gewinn führt. Man muss bedenken, dass
Der Videoschiedsrichter geht nun also bereits in seine zweite Saison. Lange hat sich der Fußball schwer damit getan, technische Hilfsmittel wie die Torlininentechnologie oder eben den Videoschiedsrichter zuzulassen. In der vergangenen Saison hat
Volkswagen kam in den letzten Jahren vor allem durch die manipulierten Dieselmotoren in die Schlagzeilen. Jetzt versucht das Unternehmen aber, die negative Verbrauchermeinungen mit drastischen Ansagen zu ändern. Auf dem Autogipfel 2018
In einigen Ländern Europas umfasst die Kultur nicht nur traditionelle Aspekte. Als ungewöhnlicher Bestandteil der Landestradition hat dort auch das Glücksspiel seinen Platz. Doch welche Länder sind dem Spiel besonders zugeneigt und wie konnte es
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