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Ein Vierteljahrhundert Andrea Berg - «Alle anderen können umschalten»

Deutschland
14.09.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Andrea Berg gilt als Königin des Schlagers. Seit 25 Jahren steht sie auf der Bühne. Auch jüngere Konkurrenz kann ihr die Erfahrung nicht nehmen. Und «Hater» sollten einfach weghören.

Berlin (dpa) - Andrea Berg ist die Schlager-Übermutter. Seit Jahren füllt sie in Leder-Outfits gehüllt bei Konzerten mit einer Kombination aus deutschsprachigen Schmacht-Texten und Pyrotechnik die Arenen der Republik. Und sie polarisiert auch. Unter Musikkritikern ist sie ebenso wie das Musikgenre, für das sie steht, umstritten. Die Musikindustrie und die vielen Fans aber sind Feuer und Flamme. Nun feiert die Sängerin ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum.

Seit jeher setzt Berg auf sanfte Töne. Liebe, Lebensfreude, Lust, darüber singt sie. Und daran werde sich auch nichts ändern, erklärt die 51-Jährige in einem Gespräch mit dpa. «Ich denke, meine Aufgabe ist es auch, die Menschen emotional an die Hand zu nehmen und zu unterhalten.»

Diesem Anspruch wird sie gerecht - zumindest wenn man nach dem Eindruck ihrer Konzerte geht, bei denen das Publikum zu Tausenden selig mitsingt. Berg setzt auf das Image einer, die sich sorgt und kümmert. Als Arzthelferin aus Krefeld habe sie Patienten gepflegt, als Sängerin pflege sie nun die Seelen ihrer Fans, erklärt Berg, die 2008 für ihr Engagement in der Hospizarbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Man kann von Schlager allgemein und Berg im Speziellen halten, was man will: Die Sängerin hat Spuren in der deutschen Musiklandschaft hinterlassen. Sie ist ein Stück Pop-Kultur. Ihr Album «Best Of» hat sich mit 349 Wochen am längsten in der bisher 40-jährigen Geschichte der Deutschen Musik-Charts gehalten. Im Interview sagt sie: «Ich bin gerade am Recherchieren, wie viele Songs ich in meinem Leben wirklich schon gesungen und geschrieben habe, und das werden sicherlich über 200 sein.»

Skandälchen hat Berg bisher noch immer überstanden. Genauso wie die Verbrennungen, die sie bei einer ihrer Bühnenshows im vergangenen Jahr erlitten hatte. Ein Tattoo ziert nun die Narben. Ihre Fans bleiben ihr treu - euch in schwierigen Situation. Ein Brite, der ebenfalls bei einer Show durch die Pyrotechnik verletzt wurde, kritisierte vor allem die Berater Bergs, nicht aber sein Idol selbst.

Unter ihren Video-Beiträgen bei Youtube finden sich vergleichsweise wenige «Hater»: Auf den ersten Blick stehen nur vereinzelt kritische Kommentare, in denen sich Nutzer mehr Abwechslung in der Musik wünschen, oder in denen sie Berg nahelegen, «in Würde zu altern».

Die Frage nach jüngerer Konkurrenz, etwa in Form von Helene Fischer oder Bergs Schwiegertochter Vanessa Mai, umschifft die Schlagersängerin. Stattdessen gibt es eine allgemein-diplomatische Antwort: Es sei toll, dass wieder mehr Deutsch gesungen werde. «Wir fühlen und wir träumen ja auch in der deutschen Sprache, das heißt, wir treffen damit direkt in die Seele und direkt ins Herz.»

An Kitsch mangelt es Berg nicht. Aber auch nicht an Selbstreflexion. «Das Wunderbare an unserem Beruf ist, dass wir eigentlich etwas machen, das total banal ist - aber für einzelne Menschen ist das in bestimmten Momente ganz wichtig», sagt sie über sich und ihre Schlager-Kollegen, mit denen sie oft die abendlichen Unterhaltungssendungen der öffentlich-rechtlichen Sender am Wochenende bestreitet. «Und alle anderen, die es nicht interessiert, die können ja einfach umschalten.»

Für Fans aber gibt es Grund genug zum Einschalten. Um Werbung für ihr am Freitag erscheinendes neues Best-of-Album zum Bühnenjubiläum zu machen, wird Berg wieder in einigen TV-Shows zu sehen sein.

 

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