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Foligno

Italien, Foligno
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"Foligno" ist eine Stadt in der italienischen Region Umbrien, Provinz Perugia.
Sie liegt an der alten römischen Via Flaminia sowie am Ufer des Flusses Topino, der seinen Ursprung im Apennin bei Sorgenti del Topino (Nocera Umbra) hat und südlich von Perugia in den Tiber mündet. Der Ort liegt auf 234 Metern über NN und hat 54.628 Einwohner (Stand am 30.  Juni 2006). Er ist einer der wichtigsten Handelsorte im südlichen Valle Umbria sowie ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Straßen- und Eisenbahnnetz. Foligno verfügt über einen Flughafen, den Aeroporto Foligno-Spoleto.

Geschichte
Foligno geht auf eine umbrische Siedlung zurück, die 295 v. Chr von den Römern erobert wurde. Als römische Siedlung trug Foligno den Namen Fulginium. Seine wirtschaftliche Bedeutung erlangte Fulginium durch seine Lage an einem wichtigem Kreuzungspunkt der Via Flaminia.

Während des Zweiten Weltkrieges war Foligno wichtiger Militärstützpunkt mit Flughafen, Kasernen, Militärschule und Unternehmen der Luftfahrtindustrie. Foligno wurde damals als „Citta Aeronautica“ bezeichnet. Heute befindet sich in Foligno das am 1. Oktober 1996 gegründete Centro Nazionale di Selezione e Reclutamento Foligno.

Durch das Erdbeben vom 26. September 1997, das weite Teile Umbriens betraf, wurde auch Foligno schwer beschädigt. Während das 30 Kilometer entfernte Assisi mit großem Aufwand restauriert wurde, waren in Foligno wie auch im Umland noch lange Jahre die Folgen des Erdbebens sichtbar.

Kirche zum Gedenken an die Opfer des Erdbeben
Am 24. April 2009 wurde ein neuer Kirchenbau der Architekten Massimiliano and Doriana Fuksas in Foligno eingeweiht. Er soll an die Opfer des Erdbebens erinnern. Die Außenform, im Zusammenspiel mit dem Material des neuen Bauwerkes erinnert mit seinem Sichtbeton eher an den Brutalismus der 50er- und 60er-Jahre. Im Inneren der Kirche findet sich ein weiter Innenraum, der im Kirchenraum zu schweben scheint und den Altar überdeckt. Das einfallende Tageslicht im Dach der Außenhaut fördert die Plastizität dieses schwebenden Kubus und stellt ihn in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Duomo San Feliciano, Foligno
Santa Maria Infraportas
Bekannt ist der Ort durch zahlreiche Kunstschätze: Fresken in der Kirche "Santa Maria Infraportas" sowie in "San Francesco". Berühmt ist Raffaels „Madonna di Foligno“.

Dom San Feliciano

Die kleine Stadt ist vor allem bekannt wegen ihres Domes San Feliciano, der im Jahr 1113 vollendet wurde. Er liegt am zentralen Platz der Stadt, der Piazza della Repubblica, ist aber nicht ohne weiteres als große Kirche zu erkennen. Auf die Fläche zwischen Querhaus und Hauptfassade wurde ein Palast gebaut, der in der Fluchtlinie der beiden Fassaden liegt und wie ein Teil der Kirche wirkt. Kunsthistorisch interessant ist nicht die Hauptfassade, sondern die dem Platz zugewandte Südfassade. Dieses Querhaus ist zu Ende des 12. Jahrhunderts angebaut worden.

Die zentrale Fensterrose gehört mit ihren Doppelsäulen im äußeren und den gedrehten Säulen im inneren Kranz zu den schönsten Fensterrosen Umbriens, das an Fensterrosen keinen Mangel hat. Das Südportal aus dem Jahr 1201 wird von fünf umlaufenden plastischen flach gestuften Dekorationsbögen gerahmt.

Santa Maria Infraportas

Einige hundert Meter südwestlich liegt die noch ältere kleine Kirche Santa Maria Infraportas aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Das Niveau des heutigen Straßenbelages liegt fast einen Meter höher. Sie besitzt in ihrem Innern noch Fresken aus der Entstehungszeit.

Centro Italiano Arte Contemporanea

Das 2009 eröffnete Zentrum für zeitgenössische Kunst "Centro Italiano Arte Contemporanea", CIAC, verfügt über 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und präsentiert in seiner Eröffnungsausstellung u. a. Künstler wie Alberto Burri, Piero Manzoni und Jannis Kounellis. Das fensterlose, mit Cortenstahl verkleidete CIAC steht mitten im historischen Zentrum in der Via del Campanile 13.

Abbazia di Sassovivo

Ganz in der Nähe von Foligno liegt auf einem Berg die um 1000 gegründete Abtei von Sassovivo, zu der eine schöne kleine Bergstraße hinaufführt. Dieses Kloster wird noch von Mönchen bewohnt, man darf aber den Kreuzgang besichtigen, durch den die Anlage eine gewisse Bekanntheit erreicht hat.

Dieser Kreuzgang wurde 1229 von Pietro De Maria gebaut. Er ist vergleichbar mit einigen römischen Kreuzgängen. In Rom wurden auch die Steinmetzarbeiten für die Einzelteile der insgesamt 128 kleinen Säulen und 58 Bögen ausgeführt. Pietro De Maria standen mehrere Steinmetze zur Seite, darunter Nicola Vassaletto, Meister der Kreuzgänge von San Paolo fuori le mura und San Giovanni in Laterano in Rom.

Söhne und Töchter der Stadt
* Dominikus von Sora (951–1031), katholischer Heiliger, Eremit, Wanderprediger und Klostergründer
* Angela von Foligno (1248–1309), selig gesprochene Mystikerin
* Antimo Liberati (1617–1692), italienischer Musiktheoretiker, Sänger, Organist, Kapellmeister und Komponist
* Giuseppe Piermarini (1734–1808), italienischer Architekt, Erbauer der Mailänder Scala
* Giuseppe Betori (* 1947), Erzbischof von Florenz
* Fortunato Baliani (* 1974), italienischer Radrennfahrer

Partnerstädte
Aktuell hat Foligno drei Partnerstätdte:
* Gemona del Friuli, Italien
* La Louvière, Provinz Wallonien, Belgien
* Shibukawa, Präfektur Gunma, Japan


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.01.2020 15:26 von den Wikipedia-Autoren.
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