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Knittelfeld

Österreich, Knittelfeld
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Bahnstraße in Knittelfeld
Knittelfeld, Bahnhof
Blick Richtung Flossländ
Kärntnerstraße Richtung Kapuzinerplatz
Hauptplatz mit Pestsäule
Kapuzinerplatz
Kultur- und Kongresshaus
Schmittstraße
Knittelfelder Stadtpfarrkirche

"Knittelfeld" ist eine Bezirkshauptstadt im österreichischen Bundesland Steiermark.

Allgemeines und Lage
Die Stadt hat rund 11.850 Einwohnern und liegt auf einer Seehöhe von 645 m am östlichen Rande des Aichfeldes, einem weiträumigen Tal der Alpen.

Hauptwirtschaftszweige sind die Industrie und Dienstleistungen. Außerdem besitzt die Eisenbahn große Bedeutung als Arbeitgeber. 1999 war die Stadt Veranstaltungsort der steirischen Landesausstellung zum Thema Verkehr.

Die Stadt ist zudem die Bausubstanz betreffend mit anderen Gemeinden zusammengewachsen, darunter Spielberg bei Knittelfeld (Ortsteile Pausendorf, Maßweg) oder auch Apfelberg.

Seit 1975 ist Knittelfeld neben Graz Standort des zweiten steirischen Krematoriums.

Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahr 1224, im Jahr 1302 erhielt sie das Stadtprivileg. Nach Zweiten Weltkrieg gehörten Knittelfeld zu den am stärksten zerstörten Städten Österreichs.

Politik
Seit 1945 wird die Stadt mit absoluter Mehrheit von der SPÖ regiert, die derzeit mit 21 der 31 Gemeinderatsabgeordneten vertreten ist. Der 2. Vizebürgermeister steht hingegen aufgrund der Wahlergebnisse traditionell der ÖVP zu. Durch die Gemeinderatswahlen im März 2005 haben sich auch die Mandate der kleineren Parteien verschoben: Die KPÖ hält nunmehr 3 Sitze, Grüne und BZÖ verfügen über jeweils ein Mandat im Gemeinderat.

Als besondere Herausforderung gilt die Tatsache, dass die Stadt über kaum mehr nicht verbaute Flächen verfügt, wodurch Abwanderungen an den Stadtrand automatisch einen Bevölkerungsrückgang für die Gemeinde bedeuten.

Als Begriff in die österreichische Innenpolitik ist die Gemeinde im Jahr 2002 eingegangen, als im Kultur- und Kongresshaus der Stadt ein Treffen nicht-regierungsloyaler FPÖ-Delegierter stattfand. Dieser sogenannte Knittelfelder Putsch führte zum vorzeitigen Ende der ersten schwarz-blauen Regierungskoalition.

Wirtschaft und Beschäftigung
In der Mur-Mürz-Furche gelegen, gingen in Knittelfeld mit dem Niedergang der verstaatlichten Industrie viele Arbeitsplätze verloren. So liegt die Arbeitslosigkeit heute noch über dem Österreich-Schnitt, ein reger Pendleraustausch findet vor allem mit den Bezirken Judenburg und Leoben statt.

Als größte Arbeitgeber gelten mit über 2000 Mitarbeitern die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB), die unter anderem Europas modernstes Radsatz-Aufbereitungszentrum in der Stadt betreiben, die Austria Email AG, die Stadtgemeinde, die Obersteirische Molkerei sowie diverse Klein- und Mittelbetriebe. In Spielberg findet sich zudem das Werk des Elektromotorherstellers ATB AG, das mehr als 600 Menschen beschäftigt.

Verkehr
Die Stadt liegt am Ostrand des Aichfeldes und ist über die S 36 gut mit der restlichen Obersteiermark und dem Bezirk Judenburg verbunden. Weiters hat Knittelfeld den Vorteil, eine Schnellzughaltestelle auf der Südbahn Wien-Villach zu sein, wodurch die Anbindung an Großräume auch mittels öffentlichem Verkehr gewährleistet ist.

Im Jahr 1996 wurde der Regionalbus Aichfeld geschaffen, der die wirtschaftlich von einander abhängigen Gemeinden des Aichfeldes, Knittelfeld, Spielberg, Zeltweg, Fohnsdorf und Judenburg verbindet.

Religion und Konfessionen
Als „Eisenbahnerstadt“ ist Knittelfeld, im Gegensatz zu anderen Städten in dieser Größenordnung, traditionell nicht so katholisch geprägt. Die Stadt verfügt über mehrere katholische Kirchen, darunter die Stadtpfarr-, die Kapuziner- und die Friedhofskirche. Erstere wurde im Zweiten Weltkrieg beinahe restlos zerstört, der Kirchturm allerdings mittlerweile wieder original-getreu aufgebaut. In der Parkstraße findet sich zudem eine evangelische Kirche, die Zahl der islamischen Glaubensangehörigen steigt kontinuierlich. Die Zahl der Personen ohne Bekenntnis hat sich von rund 12 Prozent im Jahr 1991 auf mehr als 20 Prozent zehn Jahre später fast verdoppelt.

Offizielle Konfessionszahlen der Statistik Austria (letzte Volkszählung (2001):
Römisch-katholisch: 65,8%
Ohne Bekenntnis: 20,4 %
Evangelisch: 5,8%
Islamisch: 3,5%
Orthodox: 2,2%
Sonstiges: 1,3%
Unbekannt: 1%

Sehenswertes und Kultur
Im Zweiten Weltkrieg war Knittelfeld die neben Wiener Neustadt am stärksten zerstörte Stadt Österreichs. Von der historischen Bausubstanz hat sich daher kaum etwas erhalten.

Im Stadtgebiet
* Stadtpfarrkirche
* Pestsäule am Hauptplatz
* Ehemaliges Russenlager in der Neustadt
* Friedensplatz
* Kapuzinerkirche
* Eisenbahnmuseum (größte Eisenbahnerkappensammlung der Welt - Geschichte der Eisenbahn in Knittelfeld)
* Forum Rathaus (Galerie)
* Friedhofskirche St. Johann im Felde mit altem Holzturm
* Postamtsgebäude am Kapuzinerplatz

Kulturelles
Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen finden im Kultur- und Kongresshaus statt, das auch als Ort für politische Veranstaltungen und Bälle fungiert. Weitere Veranstaltungsorte sind das Forum Rathaus, der Pfarrsaal und das Arbeiterheim. 1999 war Knittelfeld Veranstaltungsort der steirischen Landesausstellung mit dem Thema "„Verkehr“".

Im Keller des Bahnhofes wurde in 40 Jahren eine Modelleisenbahnanlage auf 160 m² mit Landschaftsmotiven der Umgebung von Knittelfeld errichtet.

Städtepartnerschaften und Mitgliedschaften
Städtepartnerschaft mit Kameoka (Japan): Aus dem Urprinzip des Esperanto erwuchs die Verbindung der beiden Städte. Die Verschwisterung von Kameoka und Knittelfeld ist ein tätiger Ausdruck der Gemeinschaft verschiedenen Volkstums und der gleichen Friedensgesinnung, die in der Schaffung des Esperanto zum Ausdruck gebracht wird. Die Urheber des Gedankens der Städtefreundschaft waren Dr. Adolf Halbedl, Rechtsanwalt in Ruhe aus Knittelfeld, zugleich Landesleiter des Esperanto-Vereines Steiermark und sein Freund Eizo Ito aus Kameoka. Die Städtepartnerschaft besteht seit 1964.

Seit März 2005 ist auch BARCS/Ungarn mit Knittelfeld freundschaftlich verbunden. Die Städtefreundschaft besiegelte die seit Jahren bestehende Freundschaft zwischen den Musikvereinen der beiden Städte.

Seit 1993 ist die Stadt Klimabündnisgemeinde. Weitere Mitgliedschaft: Österreichischer Städtebund.

Schule und Bildung
Im Stadtgebiet
*Kindergärten: Kärntnerschule, Landschach, Lindenallee, Parkstraße, Frühlingsgasse, heilpädagogischer Kindergarten (Anton-Regner-Straße),privater Kindergarten der Stadtpfarre Knittelfeld
*Volksschulen: Kärntnervolksschule, Landschach
*Hauptschulen: Rosegger-Hauptschule, Lindenallee
*Polytechnische Schule
*Bundesgymnasium / Bundesrealgymnasium (BG/BRG) Knittelfeld: Das BG/BRG Knittelfeld, das im Schuljahr 2002/2003 sein 100-jähriges Bestehen feierte, ist eine der wenigen österreichischen UNESCO-Schulen und an zahlreichen internationalen Aktivitäten beteiligt.
*Urania Knittelfeld,
*Musikschule Knittelfeld

Söhne und Töchter der Stadt
* Ludwig Apfelbeck (1903–1987), Motorentuner, Motorenbauer und Motorenentwickler
* Erwin Frühbauer (* 1926), Österr. Verkehrsminister 1970-1973
* Gert Hofbauer (* 1937), Musiker und Dirigent
* Berndt Luef (* 1952), Jazzmusiker
* Wilfriede Monogioudis (* 1943), Stadträtin Graz (KPÖ)
* Robby Musenbichler (* 1955), Gitarrist, Komponist und Musikproduzent
* Stefan Rucker (* 1980), Radprofi
* Lizzi Waldmüller (1904–1945), Schauspielerin
* Karl Unterweger (1918–1963), Segelweltmeister

Literatur über Knittelfeld
* Gerhard Ebner (Hrsg): "Großmutter, wie war das damals?" Oral history-Projekt 1988.
* Gerhard Ebner (Hrsg): "Als Großvater in den Krieg ziehen musste." Oral history-Projekt 1993.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.09.2019 02:03 von den Wikipedia-Autoren.
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