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Kontrastprogramm zur Costa Smeralda

Italien, Cagliari
Von Birgit Kohl   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Der Süden von Sardinien lässt bitten
Sie denken sicher sofort an Sonne, Meer und blauen Himmel? Scusate, aber der Süden Sardiniens hat weitaus mehr zu bieten! Und das nicht nur während der Sommersaison! Schon Liedermacher und Wahlsarde Fabrizio de André erkannte, dass "das Leben in Sardinien zum Besten gehört, was sich ein Mensch wünschen kann...und was ich dem guten Gott raten würde, uns als Paradies zu geben."
Galerie
Sardinien\s Südküste
Sicher stellen die herrlichen Sandstrände mit dem klaren, smaragdgrünen Meer im Hintergrund einen spektakulären Rahmen. Und das alles bei mildem und sonnigem Klima. Von Cagliari Richtung Osten windet sich die Küstenstraße über majestätische Klippen und Gebirgszüge voller wilder, mediterraner Macchia bis nach Villasimius. Im Südwesten verleiht der Golfstrom der Küste zwischen Pula und Porto Teulada ein noch milderes Klima und wenn Sie sich in einer der großen Hotelanlagen erholen wollen, so sind Sie hier richtig.

Aber das Gebiet zwischen Porto Teulada, Cagliari und Villasimius kann weitaus mehr: Was hätten Sie denn gerne?

Forschen Sie gerne in der Vergangenheit?
Dann ist der Süden Sardiniens Ihr Gebiet! In Nora finden Sie, malerisch direkt am Meer gelegen, die Stadt Nora, die im 9. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde und vermutlich die älteste Stadt Sardiniens ist. Ursprünglich wurde Nora von den Phöniziern gegründet, wurde später aber auch von Puniern und Römern bewohnt. Die „Stele von Nora“ ist phönizischen Ursprungs und befindet sich im Nationalmuseum von Cagliari, konnte aber bis heute nicht eindeutig entziffert werden. Die meisten Relikte Noras stammen aus der Zeit der Römer, die die Insel im Jahr 238 v. Chr. eroberten. Von damals sind Mosaiken, Säulen, Thermen und ein Theater erhalten, die sich hervorragend in die Küstenlandschaft einbetten.

Sehenswert ist auch der Nuraghenkomplex „ Su Nuraxi“ von Barumini, der von der UNESCO 1997 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Er besteht aus einem, aus mehreren Türmen gebildeten Festungsbau und einer Art „nuraghischem Dorf“, das den Herrscherbereich ungeschützt umgibt. Die Nuraghenkultur auf Sardinien entwickelte sich etwa um 1.800 v. Chr., der älteste Bereich der Anlage von Barumini entstand circa um 1.500 v. Chr. Der Ursprung der Nuragher ist nicht vollständig geklärt und wird auf Zypern vermutet. Klar ist, dass dieses Volk wirtschaftliche Beziehungen zu Minoern und Mykenern im östlichen Mittelmeerraum hatte.

Wie wäre es mit neuzeitlicheren Themen?
Wenn Sie aktuellere Impulse suchen, dann ist der „Parco Geominerario Storico ed Ambientale della Sardegna“ Ihre Sache! Dieser Park, der 2001 entstand und seit 2006 auf der Aufnahmeliste des Weltkulturerbes der UNESCO steht, hat in den Gebieten „Sulcis“ und „Iglesiente“ oberhalb der Südostküste, sowie im „Sarrabus-Gerrei“ oberhalb der Südwestküste von Cagliari sehenswerte „Ausläufer“. Hier werden die verschiedenen Abbautätigkeiten auf Sardinien dokumentiert.

Laveria Brassey, Arbus, Südsardinien
Im „Iglesiente“ können Sie die Minen Monteponi, San Giovanni und Villamarina besuchen. Das Mineralienmuseum und das „Museo dell’Arte Mineraria“ in Iglesias klären Sie über die abgebauten Mineralien und die Kunst rund um diese Mineralien auf. Bei einem Ausflug in diese Gegend sehen Sie auch was passiert, wenn die Minentätigkeit eingestellt wird: Sie finden Geisterstädte und aufgegebene Industrieanlagen inmitten einer suggestiven Naturlandschaft, die langsam wieder die Oberhand gewinnt. Bei einem Ausflug in das Gebiet „Sarrabus-Gerrei“ treffen Sie auf die Silberminen mit dem klangvollen sardischen Namen „S’Arcilloni e Serr’e S’Illixi“.

Einige sardische Geheimnisse…
Wussten Sie übrigens, dass sardisch keineswegs ein Dialekt, sondern eine eigene Sprache ist? Sie sehen, in Sardinien gibt es viel zu entdecken! Natürlich gehört hierzu auch die Natur mit dem klaren Meer, den majestätischen Bergen und fruchtbaren Ebenen, durchzogen von kühlen Gebirgsbächen und sauberen Flüssen und einer einzigartigen Vegetation. Tamerisken, Ginster, Myrten, Erika und der sogenannte „corbezzolo“ oder Erdbeerbaum bilden die mediterrane Macchia und explodieren gerade zur Osterzeit zu einem Blütenmeer. Es gibt immer mehr Reisende, die diese Blütenpracht zusammen mit noch günstigen Preisen suchen.
Die Ginsterblüte am Meer

Sportliche Ambitionen?
Wenn wir schon von Natur sprechen, dann verdienen auch die Golfplätze der sardischen Südküste Erwähnung. Der „Is Molas Golf Club“ von Santa Margherita di Pula (CA) mit 27 Löchern ist einer der spektakulärsten Clubs des Mittelmeerraumes (www.ismolas.it). In der Gemeinde Villasimius finden Sie dann den „Tanka Golf Club“ mit 18 Löchern, der einen atemberaubenden Ausblick auf die „Isola dei Cavoli“, die „Isola di Serpentara“ und das „Capo Carbonara“ freigibt. 3 weitere Clubs in der Provinz Cagliari laden zwischen Flumini - Quartu S. Elena, Domus de Maria und Assemini zu Spiel und Trainerstunden ein.

Wollen Sie eintauchen in das kühle Nass?
Wenn Ihnen bei diesem Sport der Kick fehlt, dann versuchen Sie es doch mit „kitesurfing“! Die Gegend um Cagliari ist auch in diesem Bereich führend. Dario Piras (Tel.: +39-328-91 19 911) führt Sie gerne in englisch oder italienisch in die Geheimnisse dieses Sports ein.

Das Mittelmeer vor Sardinien verdient natürlich auch einen Besuch unter Wasser. Simone Vacca und sein Team (www.acquaman.it oder Telefon: +39-328-70 53 919) führt Sie gerne in die „Unterwelt“ der „Area Marina Protetta di Capo Carbonara“, einem geschützten Meeresgebiet ein. Der Kontakt kann in englisch oder italienisch aufgenommen werden.

…oder bleiben Sie doch lieber auf der Straße?
Dann bietet Ihnen der Wahlsarde Boris Baum On- und Off-Road per Motorrad (www.sardinien-roadbook.de). Sie packen nur Helm, Motorradkleidung und Handschuhe ein. Für die Mietfahrzeuge und Unterkunft sorgt Ihr Reisebegleiter.

Entlang des Küstenkammes finden Sie auch zahlreiche Möglichkeiten zu einem Ausflug hoch zu Rosse.

…vielleicht wünschen Sie sich einfach nur Erholung?
Natürlich finden Sie hierzu überall an der Südküste Sardiniens herrliche Hotels und Ferienanlagen, sowie „Centri Benessere“, die Ihnen Wellness pur liefern.

Eine Sache sollten Sie aber nicht auslassen, wenn Sie sich für die Gegend von Villasimius entschlossen haben. Hier macht das ansehnliche Segelschiff „Matilda II“ jeden Tag um 10.30 Uhr Richtung „Isola dei Cavoli“, in einem geschützten Meeresgebiet die Leinen los. Auf der Insel werden Sie mittags mit „gnocchetti sardi, salame sardo“, Brot, Wein und anderen Getränken und natürlich „caffè” versorgt. Bei dem Ausflug, der dann zum „Capo Carbonara“ weitergeht, haben Sie auch Gelegenheit zu schnorcheln und zu baden. Gegen 16.30 Uhr geht es dann wieder zurück zum Hafen. (Reservierungen unter: +39-330-63 82 34). Die Crew spricht neben italienisch auch englisch und französisch.
 
Strand von Villasimius

Hier lockt nicht nur der Sommer…
Der Süden Sardiniens wartet schon zu Ostern mit einer unglaublichen Blütenpracht, noch freien Stränden und günstigeren Preisen auf. Das Bad im Meer ist zu dieser Zeit zwar nur wildentschlossenen Naturburschen zugänglich, aber ein, wie im Fenicia Residence von Villasimius, von Sonnenpaneelen beheizter Pool sorgt für die ersten Badefreuden. Wenn Sie die Herbstsaison anpeilen, dann können Sie sich bei wunderbaren Lichtverhältnissen normalerweise bis Ende Oktober sogar im Meer tummeln.

Tourismus
 

 

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