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Portugal gruselt sich weiter

Frankreich
26.06.2016
Von Jürgen Herda und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Bammel-Kroaten scheitern an Horrorfußball von der Algarve
Wenn viertklassige Nordiren gegen drittklassige Walisen Luftlöcher hauen und mit dem Bauernspitz flanken, ist das halt Brexitfußball. Wenn aber die Hunderte-Millionen-Truppe um Ronaldo gegen Kroatien Verweigerungsball anbietet, möchte man den Internationalen Gerichtshof für Fanrechte anrufen. Aber auch die kroatischen Krodkodilstränen sind überflüssig: Angsthasenfußball ist auch kein Freifahrtschein fürs Viertelfinale.
Galerie
Der Kroate Domagoj Vida ist entsetzt, erst vergibt er eine riesige Chance, dann muss er das portugiesische Duseltor bestaunen.
Portugiesische Freude über ihren Gruselsieg.

Lens (dpa) – Mit einem späten Tor hat Ricardo Quaresma Portugal ins Viertelfinale der EM geschossen und das Turnier für die bislang so starken Kroaten abrupt beendet. „Dieser Sieg ist für unsere Fans“, freut sich Pepe, „sie haben immer an uns geglaubt.“ Man möchte ergänzen: „Wir haben sie 120 Minuten gequält, und sie haben uns dennoch nicht mit Feigen beworfen.“
 
„Wir waren die bessere Mannschaft“, resümiert der Kroate Danijel Subasic nur halbwahr, „aber so ist Fußball, wenn du die Tore nicht machst, bekommst du ein Gegentor – und wenn es in der 117. Minute ist.“ Zumindest das stimmt in diesem Fall.

Hoffen auf Polen
Nach Vorarbeit von Superstar Cristiano Ronaldo traf der eingewechselte Stürmer in Lens in der 117. Minute eines enttäuschend langweiligen Spiels zum 1:0 (0:0)-Sieg nach Verlängerung. In der Runde der besten Acht treffen die Portugiesen am Donnerstag auf Polen, die hoch gehandelten Kroaten um Regisseur Luka Modric, Ivan Rakitic und Co. müssen dagegen heimreisen.

Weil Modric und Torjäger Mario Mandzukic nach ihren Verletzungspausen wieder zur Verfügung standen, konnte Kroatiens Trainer Ante Cacic die gleiche Startformation wie in den ersten beiden Vorrundenpartien aufbieten. Insgesamt gab es gleich fünf Veränderungen im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Spanien.
Der Kroate Domagoj Vida (Mitte) ist entsetzt.

Santos übliches Wechselspiel
Bei Portugal mussten der bislang mäßig aufspielende Wolfsburger Außenverteidiger Vieirinha und der 38 Jahre alte Abwehr-Routinier Ricardo Carvalho auf die Bank, obwohl sie in allen Vorrundenpartien zum Einsatz gekommen waren - darunter auch beim 3:3 gegen Ungarn. Etwas überraschender war auch Mittelfeldmann Joao Moutinho Ersatz.

Trainer Fernando Santos setzte angesichts der bisher starken Leistungen der Kroaten und des unbefriedigenden eigenen Auftretens auf eine eher defensive Taktik, die gut aufging. Erstmals in diesem Turnier kamen die Kroaten kaum ins Spiel. Im Zentrum engte Adrien Silva die Kreise von Modric ein, der oft tief in der eigenen Hälfte versuchen musste, das Spiel aufzubauen. Auch Ivan Rakitic konnte vor 33 523 Zuschauern kaum Akzente nach vorn setzen.

Ronaldos Versteckspiel
Weil die Portugiesen wenig riskierten, fand auch Ronaldo keine Bindung zur Partie. Statt des erhofften Fußball-Festes gab es somit fast keine Torszenen. Ein Kopfball von Pepe über das Tor in der 25. Minute und ein Schussversuch des agilen Ivan Perisic aufs kurze Eck (30.) waren in der ersten Halbzeit die einzigen gefährlichen Momente. Der frühere Bundesligaprofi Perisic hatte sich das rot-weiß Schachbrettmuster der kroatischen Fahne in einen Teil der Haare sprühen lassen.

Marcelo Brozovic schoss sieben Minuten nach Wiederbeginn über das Tor, nachdem die Portugiesen bei einer kurz ausgeführten Ecke nicht aufgepasst hatten. Kurz zuvor kam der Neu-Münchner Renato Sanches in die Partie, um die Offensive des EM-Finalisten von 2004 zu beleben - ohne Erfolg. In Führung hätten dafür die Kroaten gehen können, als Innenverteidiger Domagoj Vida knapp am Pfosten vorbei köpfte (62.).
Luka Modric, der John Lennon der Kroaten, machte nicht den entscheidenden Unterschied.

Kein Elfer fürs Schubserl
Auf der Gegenseite hätte es dafür auch Elfmeter geben können, als Nani bei einem Abwehrversuch von Ivan Strinic getroffen wurde. In seinem 100. Länderspiel war Nani auf der rechten Seite aktiver als der kaum beteiligte Ronaldo über links. Nachdem Kroatien besser aus der Kabine gekommen war, hatten die Portugiesen das Geschehen gegen den WM-Dritten von 1998 danach wieder gut im Griff.

Allerdings: Ihr wahres Gesicht, vor dem Kroatiens Trainer Cacic angesichts von mageren drei Unentschieden in der Vorrunde gewarnt hatte, zeigten Ronaldo und seine Kollegen vier Jahre nach dem knapp verpassten EM-Endspiel erneut nicht. Stattdessen verflachte das Niveau auf beiden Seiten immer mehr, erst die zweite Hälfte der Verlängerung bot wieder Aufregendes. Sekunden, nachdem Brozovic per Kopf nur den Pfosten getroffen hatte, staubte der eingewechselte Quaresma nach Ronaldos Schuss zum umjubelten Sieg ab. Die letzte Chance der Kroaten vergab Vida Sekunden vor dem Abpfiff.

 

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