Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Sewliewo

Bulgarien, Sewliewo
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  

Sewliewo (rotes Viereck) - Bulgarien - Nachbarorte: Trojan, Lowetsch, Weliko Tarnowo, Gabrowo, Kasanlak, Karlowo, Panagjurischte, Dolni Dabnik, Plewen, Nikopol, Swischtow, Lewski, Gorna Orjachowiza, Bjala
"Sewliewo" (bulgarisch ; augesprochen: Sewlijewo) ist eine Stadt in Zentral-Bulgarien in der Oblast Gabrowo. Sewliewo liegt 48 km nördlich von Gabrowo und ist nach Gabrowo die zweitgrößte Stadt in der Oblast Gabrowo und das administrative Zentrum der Gemeinde Sewliewo.

Geografie
Sewliewo liegt im zentralen Nordbulgarien, in der Nähe des geografischen Zentrums von Bulgarien. In der Nähe liegt das Balkangebirge, dessen Gipfel hier bis 1900 m reichen. Die gebirgige Umgebung der Stadt hat eine mittlere Höhe von 400 bis 700 m. Das Klima ist gemäßigt kontinental, mit einer großen Temperaturschwankung (+30 bis +35 °C im Sommer, -20 bis -25 °C im Winter).

Die Gemeinde Sewliewo erstreckt sich über ein Gebiet von 1070 km². Ein Teil ist von hochstämmigen Laubwäldern bedeckt, andere Teile von Weiden und 42.000 ha von Ackerfläche. Es gibt bedeutende Wasserreserven wegen des Gebirgsmassivs und dem höher gelegenen Teil im Süden. Dieses Wassereinzugsgebiet ist der Beginn der Flüsse Rosiza (Fluss) und Widima (bulg. Видима), die unmittelbar vor der Stadt zusammenfließen und dann einen der größten Staudämme Bulgariens füllen - den Stausee Aleksandar Stambolijski (benannt nach Aleksandar Stambolijski).

Neben der Stadt Sewliewo gibt es in der Gemeinde Sewliewo 35 Dörfer. die Gemeinde hat insgesamt 43.390 Einwohner, von denen 27.654 in der Stadt Sewliewo leben. Die Gemeinde hat ein vergleichsweise gut ausgebautes Straßensystem - mit einer Dichte von durchschnittlich 0,416 km/km² und einer Gesamtlänge von 391 km.

In den letzten Jahrzehnten hat sich Sewliewo als bedeutsames Industriezentrum mit gut entwickelter Landwirtschaft und Verkehrsinfrastruktur entwickelt. die Industrieproduktion konzentriert sich hauptsächlich in der Stadt Sewliewo.
Größere Betriebe in der Stadt sind die Firmen:
* „Ideal Stadard Widima“ (bulg. Идеал Стандарт Видима) - Wasserarmaturen:
* „Ideal Stadard Balgaria“ (bulg. Идеал Стандарт България) - Haushaltskeramik, Glasuren, Email;
* „Avantgard“ (bulg. АВВ Авангард) - Hochspannungs-Elektroausrüstung (gehört zum Konzern Asea Brown Boveri,
* „Original“ (bulg. Оригинал) - Pressformen für Druckguss mit Gegendruck;
* „Emka“ (bulg. Емка) - Elektroleitungen für Industrie und Haushalt;
* „Rosiza“ (bulg. Росица) - Bekleidung;
* „Bris“ (bulg. Бриз) - Textilwaren;
* Holzverarbeitung und Möbelindustrie
** „Batoij“ (bulg. Батой)
** „Borela-S“ (bulg. Борела-С)
** „Abanos“ (bulg. Абанос)
** „Isgrew-90“ (bulg. Изгрев-90)
** „Paralel“ (bulg. Паралел)

Bekannt ist die Stadt für den hier gekelterten Gamza-Wein.

Toponomastik
Nach Nikolaj Kowatschew entwickelte sich die Metathese zum heutigen Namen Sewliewo wie folgt; aus Сърбе/Сърби (ausgesprochen Serbe/Serbi, evtl. Srbe/Srbi), über byzantinische Aufzeichnungen zu Серви (Serwi), über Arabische zu Serfi (серфи) und Türkische zu Selwi (селви). Daraus entwickelte sich Selwiowo (Селвиово) und Sewliowo (Севлиово) und zuletzt Sewliewo (Севлиево).Местните названия от Севлиевско von Nikolaj Kowatschew (Николай Ковачев), 1961, S. 92, Verleger Bulgarische Akademie der Wissenschaften Der erste Name der Siedlung Сърбе/Сърби, den Kowatschew aufzeigt, transkribiert Sarbe/Sarbi (alternativ Serbe/Serbi oder Srbe/Srbi), deutet somit auf eine ursprünglich frühe Besiedlung serbischstämmiger Siedler hin. Damit stellt die sehr wahrscheinlich auf das serbische Ethnikon zurückzuführende Benennung einer Siedlung, neben dem etwa 15 Kilometer nordwestlich von Sewliewo entfernten Malki Warschez, dessen offizieller Name bis 1934 Сръбе/Сърбе (Srabe/Sarbe)Nikolaj Mitschew/Petar Koledarow: „Речник на селищата и селищните имена в България 1878-1987“, Sofia, 1989 war, für diese Region keinen Ausnahmefall dar.

Geschichte
Sewliewo, damals Serbi oder Serwi, entstand im 10. Jahrhundert als militärisches und wirtschaftliches Zentrum des Ersten Bulgarenreichs in der Gegend. Die starke Festung Chotalitsch (bulg. Хоталич) wurde auf einem von der Umgebung geschützten Hügel errichtet, der sich 3 km nordwestlich von der heutigen Stadt befindet. Innerhalb einer befestigten Außenstadt vier Stadtteilen, zwei Kirchen, Werkstätten für die Metall- und Keramikbearbeitung. Die Stadt war für mittelalterliche Verhältnisse ziemlich groß. Bereits im 5.-6. Jahrhundert gab es hier eine frühbyzantinische Festung und eine Siedlung, die dann im 10. Jahrhundert wiederhergestellt wurde.

Die Festung beschützte den Zugang zur Hauptstadt des Zweiten Bulgarenreich Weliko Tarnowo.

Die Festung wurde bei der Einnahme der Gegend durch die türkische Osmanen Ende des 14. Jahrhunderts zerstört. Die Stadt existierte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts weiter. Die wirtschaftlichen und administrativen Funktionen gingen allmählich auf das von den Türken neu besiedeltes Dorf Serwi oder Selwi (bulg. Селви) über, aus dem sich das heutige Sewliewo entwickelte.

Der Name Selwi wurde erstmals im 16. Jahrhundert in einem osmanischen Steuerverzeichnis erwähnt - damals auch unter dem hellenisierten Namen Serwi (bulg. Серви) oder Chotalitsch (bulg. Хоталич). Neben Gabrowo war Sewliewo der zweite Gerichtsbezirk in der Gegend - Kaza (siehe Sandschak). Der Name Chotalitsch verschwand noch einige Jahrzehnte vor dem Ende der osmanischen Herrschaft über Bulgarien (Russisch-Türkischer Krieg - 1877–1878). Ob Chotalitsch identisch mit der Festung war oder ein eigenes Dorf war, bleibt ungeklärt

Seit Ende des 17. Jahrhunderts war es nicht nur ein einfaches Dorf, sondern auch ein Kadilak (bulg. кадилък) - Sitz des Richters (Kadi). Die Ausdehnung des Kadilak (Rechtbezirk) fiel meist mit dem Kaza (Steuerbezirk) zusammen.

Sewliewo und die vorherige Festung lag am Weg von Weliko Tarnowo nach Lowetsch.

Ab 1860 wurde Sewliewo zu einem der Zentren des organisierten Bewegung der nationalen Befreiung Bulgariens (Bulgarische Wiedergeburt). Wassil Lewski schuf hier 1870 das erste Rvolutionskomitee. Im Rahmen des Aprilaufstandes erhob sich die Bevölkerung der Dörfer im Umkreis von Sewliewo unter der Leitung des Revolutionskomitees der Stadt und kämpfte 10 Tage lang. Dabei kamen über 300 Männern, Frauen und Kindern um. Vier der großen Dörfer und zahlreiche kleinere Dörfer wurden verwüstet. Acht der Anführer des Aufstandes wurden auf dem zentralen Platz der Stadt gehängt. An dieser Stelle wurde 1894 zum Gedenken an sie ein Denkmal errichtet.

Sehenswürdigkeiten
* Batoschewski Kloster (bulg. Батошевски манастир)


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 21.11.2019 22:35 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Satellitenbild von Sofia"Sofia" (bulgarisch , gesprochen , im Deutschen: ) ist die Hauptstadt Bulgariens und des Bezirks (Oblast) "Sofia Stadt" mit 1.237.891 Einwohnern (2006). Hier leben 14 Prozent der Menschen des Landes. Sofia ist das politische,
"Plowdiw" (bulgarisch ) (gebräuchliche (englische) Transkription: Plovdiv; : "Filibe", gr. Φιλιππόπολις/"Philippopolis", thrak. "Evmolpia", "Pulpudeva" oder "Eumolpias", lat. "Trimontium", slaw. "Pulden" oder "Pupulden") ist mit 376.048
Warna - Bulgarien - Nachbarorte: Dewnja, Baltschik, Dobritsch, Kardam, Kaspitschan, Schumen, Preslaw, Karnobat, Ajtos, Burgas "Warna" (auch "Varna", bulgarisch , früher "Odessos", von 1949 bis 1956 "Stalin"), ist eine Hafenstadt und ein Seebad in
Burgas - Bulgarien - Nachbarorte: Zarewo, Malko Tarnowo, Jambol, Sliwen, Karnobat, Aytos, Preslaw, Schumen, Dewnja, Warna"Burgas", auch "Bourgas" (bulgar. ), ist mit 230.450 Einwohnern (Stand 2009) http://www.grao.bg/tna/tab01.html die viertgrößte
Russe - Bulgarien - Nachbarorte: Giurgiu, Bjala, Swischtow, Lewski, Gorna Orjachowiza, Targowischte, Popowo, Rasgrad, Oltenia, Bukarest Dochodno SdanieDas Gerichtsgebäude auf dem FreiheitsplatzFreiheitsplatzFernsehturm RusseBlick auf Kohlekraftwerk
Kardaschali - Bulgarien - Nachbarorte: Nowa Sagora, Sliwen, Jambol, Elchowo, Swilengrad, Charmanli, Chaskowo, Dimitrowgrad, Tschirpan, Asenowgrad, Kasanlak, Gabrowo, Weliko Tarnowo, Kotel "Stara Sagora" (bulgarisch , thrak. "Beroe", bulg. "Boruj",
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission aus Bulgarien, Kristalina Georgiewa, hat auf eine Kandidatur ihres Landes für den UN-Vorsitz verzichtet. Sofia (dpa) - Die politische Situation in Europa, die Migrationskrise, die EU-Reformen sowie Fragen
Sofia (dpa) - Papst Franziskus hat Bulgarien aufgerufen, wohlwollend Migranten aufzunehmen. «Ich erlaube mir vorzuschlagen, dass Sie die Augen, das Herz und die Hände - wie es bei Ihnen Tradition ist - nicht vor denen verschließen, die an Ihre
Sofia (dpa) - Ein Skandal nach dem anderen erschüttert Bulgarien vor der Europawahl. Wegen EU-geförderter Gästehäuser, die oft als Privatvillen genutzt werden, trat jetzt Agrarminister Rumen Poroschanow zurück. Bei der für dieses EU-Programm
Sofia (dpa) - Bulgariens konservative Regierungspartei hat trotz vieler Skandale die Europawahl deutlich gewonnen. Die zur Europäischen Volkspartei (EVP) gehörende GERB von Ministerpräsident Boiko Borissow siegte am Sonntag mit 30,94 Prozent der
Berlin/Sofia (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas ist am Sonntag wegen einer Flugzeugpanne mit mehr als einer Stunde Verspätung zu seinem Antrittsbesuch nach Bulgarien aufgebrochen. Grund war nach Angaben des Piloten, dass eine Hilfsturbine zu
Sofia (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch in Bulgarien eingetroffen. Zum Auftakt wurde er in der Hauptstadt Sofia von Staatspräsident Rumen Radew mit militärischen Ehren begrüßt. Beide
Wetter

Sofia


(21.11.2019 22:35)

0 / 4 °C


22.11.2019
0 / 3 °C
23.11.2019
1 / 6 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Kramp-Karrenbauer stel ...
Rossmann will Hunderte ...

Reisegewohnheiten im O ...
Urlaub in Europa ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum