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Silistra

Bulgarien, Silistra
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"Silistra" (bulgarisch ) ist eine Hafenstadt im Nordosten Bulgariens mit derzeit 39.929 Einwohnern (1985: 53.500). Sie liegt an der Donau direkt an der Grenze zu Rumänien und ist die letzte bulgarische Siedlung an der Donau. Es gibt einen "Grenzübergang Silistra" (bulg. ГКПП Силистра, GKPP Silistra). Hier um 390 wurde der weströmische General Flavius Aëtius geboren.

Geschichte
Silistra wurde von den Römern als "Durostorum" gegründet und war ein wichtiger Militärstützpunkt, sowie Flusshafen und Straßenstation. Nach den Dakerkriegen Kaiser Trajans (Kaiser 98–117) war hier die Legio XI Claudia zur Sicherung der Donaugrenze stationiert. Unter Kaiser Gordian III. (Kaiser 238–244) war Silistra umkämpft, als Goten, Karpen und Sarmaten in die Provinzen an der unteren Donau einfielen. Schon unter Kaiser Decius (Kaiser 249–251) kam es aufgrund neuer Einfälle zu weiteren Kämpfen mit Goten und Karpen, die die Donau überquert und die Provinzen Mösien und Trakien überrannt hatten. Im Zuge dieser Kämpfe fiel Decius 251 in der Schlacht von Abrittus. Auch unter Kaiser Aurelian (Kaiser 270–275) kam es in der Region Silistra zu Kämpfen mit den Karpen. 272 schlug Aurelian zwar die Goten unter ihrem König Cannabaudes vernichtend, entschied sich jedoch, die sich nördlich der Donau anschließende Provinz Dakien zu räumen. Silistra wurde dadurch wieder zur Grenzstadt.

388 wurde die Stadt Sitz eines Bistums. Seit der Teilung des Römischen Reiches gehörte Silistra zu Ostrom und später zum Byzantinischen Reich. Als gegen Ende des 7. Jahrhunderts die Bulgaren Asparuchs auf den Balkan drängten, wurde die nun "Drastar" genannte Stadt Teil des Ersten Bulgarischen Reiches. Unter Simeon I. hatte die Stadt strategische Bedeutung beim Abwehr des Reiches gegen die Magyaren. Im Jahre 969 war sie eine der ersten bulgarischen Festungen, die von den Eroberungszügen des Großfürsten der Kiewer Rus, Swjatoslaw I. betroffen wurde. Da die Expansion der Kiewer Rus auf den Balkan das politische Gleichgewicht der Region bedrohte, griff Byzanz unter Kaiser Johannes Tzimiskes (Kaiser 969–976) ein. Bis 971 wurde der östliche Teil des bulgarischen Reiches von Byzanz erobert und Swjatoslav zum Rückzug gezwungen. Die Stadt erhielt nach der byzantinischen Rückeroberung 971 den Namen "Theodoroupolis", weil die Byzantiner es der Hilfe des heiligen Theodoros
zuschrieben, in der Festung Silistra Swjatoslaw geschlagen zu haben.

Image:Silistra_Dulowo_Bulgaria_1994_CIA_map.jpg|Silistra und Nachbarorte: Targowischte, Schumen, Kaspitschan, Dobritsch, Olteniţa, Călăraşi, Feteşti u.a.
Image:Castle ruins Silistra.jpg|Ruinen der Festung "Drastar"
Image:Durostorum-walls.jpg|Grundriss der Mauer
Image:HungariansPursueBulgarians.jpg|Bulgaren ziehen sich nach einem Angriff der Magyaren in die Festung zurück (Chronik von Johannes Skylitzes)

Nach 1186 wurde Silistra Teil des Zweiten Bulgarischen Reiches. Dies hatte Bestand bis 1396, als es von den Osmanen erobert wurde. Silistra wurde Teil der Provinz Rumelien und Sitz des Sandschak Silistra, der später zur eigenen Provinz aufgewertet wurde. Im Krimkrieg wurde die Stadt durch russische Truppen belagert und schließlich vom osmanischen General Omar Pascha 1854 zurückerobert. Das einstige türkische Vilayet Silistra umfasste den gesamten Nordosten und Osten des heutigen Bulgarien, die rumänische Dobrudscha und den ukrainischen Budschak. Zwischen 1913 und 1940 gehörten Silistra und die bulgarische Dobrudscha zu Rumänien.

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist der weströmische Heermeister Flavius Aëtius, der um 390 im damaligen "Durostorum" geboren wurde.

Natur

Silistra ist bekannt für sein Pelikanreservat, welches sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Im Reservat sind jederzeit viele Tiere zu sehen, Kolonien von Vögeln, die dort jeden Sommer ihre Zeiten verbringen. Im Gebäude des Reservats sind alle Stimmen der Tiere zu hören, die in dem Reservat leben.

Sehenswürdigkeiten
Die Stadt Silistra ist in den 100 Tourist Objekts der Bulgarische Tourist Union registriert. Sie gehört mit ihrer langen Geschichte zu den ältesten bulgarischen Städten.
Das römische Durostorum existiert seit 1900 Jahren. In der Gegend sind oft Hinterlassenschaften aus diesen Zeiten zu finden. In der Stadt befindet sich eine der wertvollsten Wandzeichnungen Europas aus dem vierten Jahrhundert. Heute sind die Spuren der Geschichte als Exponate im Stadtmuseum Silistra zu besichtigen.


.

Siehe auch
* Festung Silistra


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 25.01.2022 15:10 von den Wikipedia-Autoren.
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