Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Tomsk

Russland, Tomsk
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


Kirche in Tomsk
Der Fluss Tom in Tomsk

Die Stadt "Tomsk" () liegt im geographischen Zentrum Russlands in der Oblast Tomsk im westlichen Teil Sibiriens und hat rund 493.000 Einwohner (Stand: 2007), davon etwa 85.000 Studenten und 13.000 Russlanddeutsche.

Stadtbezirke (Einwohner 2004)
*Kirowski Rajon – 120.700 Einwohner
*Leninski Rajon – 113.000 Einwohner
*Oktjabrski Rajon – 148.000 Einwohner
*Sowjetski Rajon – 106.800 Einwohner

Klima
Die Stadt hat ein kontinentales Klima mit einer Temperatur von -1,3°C im Jahresdurchschnitt. Im Winter sind Werte von -21 °C bis -19 °C (Mittelwerte im Januar) üblich, im Sommer +17 °C bis +18 °C (Durchschnitt im Juli). Die niedrigste gemessene Temperatur in Tomsk betrug -55 °C und wurde im Januar 1969 gemessen.

Geschichte
Tomsk wurde im Jahr 1604 auf Befehl des Zaren Boris Godunow am Ufer des Flusses Tom als Militärstützpunkt gegründet. Die Bedeutung von Tomsk nahm im 17. und 18. Jahrhundert vor allem durch den Bau des sibirischen Trakts zu, welcher durch Tomsk führte.
Holzarchitektur in Tomsk
Im Jahr 1804 wurde Tomsk die Hauptstadt eines riesigen Verwaltungsgebiets, welches die heutigen Oblaste Kemerowo, Nowosibirsk und Tomsk sowie die Region Altai und Teile von Kasachstan und der Region Krasnojarsk umfasste. Das Wachstum der Stadt erhielt in den 1830er Jahren weiteren Auftrieb durch die Goldgewinnung in der Region, welche viele Menschen anzog.

Mit dem Bau der transsibirischen Eisenbahn verlor Tomsk allmählich an Bedeutung, da man sich mit dem Bau der Brücke über den Fluss Ob, welche 1898 fertig gestellt wurde, für einen Ort einige hundert Kilometer weiter südlich entschied. Aus diesem damals unbedeutenden Ort entwickelte sich dann die Großstadt Nowosibirsk und Tomsk, welches somit nicht direkt, sondern nur durch eine Stichstrecke an die transsibirische Eisenbahn angeschlossen war, verlor an Bedeutung.

Dieser Bedeutungsverlust zeigt sich auch in der Umstrukturierung der Verwaltung. So wurde Tomsk nach der Oktoberrevolution von 1917 ein Teil der "Region Sibirien", später dann eine Stadt innerhalb des Oblast Nowosibirsk.

Im 2. Weltkrieg wurden etwa 30 Betriebe aus dem europäischen Teil Russlands nach Tomsk verlegt, um die Produktion aufrechterhalten zu können. Auch hier drückt sich die wiedergewonnene Bedeutung wieder durch eine Verwaltungsreform aus, da im Jahre 1944 der Oblast Tomsk gegründet wurde.

Während des Kalten Kriegs war Tomsk, wie viele andere Städte auch, eine geschlossene Stadt, so dass vor allem Ausländern der Zutritt in der Regel nicht gestattet war. 1949 wurde mit "Tomsk-7" (oder auch: "Postfach 5") sogar eine geheime Stadt nur wenige Kilometer von Tomsk entfernt gegründet, um hier die kerntechnische Anlage Tomsk zu bauen. Aus Tomsk-7 wurde später die Stadt Sewersk.

1970 wurde Tomsk zur "historischen Stadt" ernannt, in der Zeit der Perestroika wurde sie schließlich wieder geöffnet. 2004 wollte die Stadt ihr 400jähriges Bestehen feiern. Diese Feierlichkeiten wurde aber von der Geiselnahme von Beslan überschattet und abgesagt.

Am 26. und 27. April 2006 war Tomsk Austragungsort der 8. deutsch-russischen Regierungskonsultationen, an denen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin teilnahmen.

Verkehr
Oberleitungsbusse in Tomsk
Tomsk verfügt über einen (Haupt-)bahnhof und ist so an die Eisenbahnstrecke Taiga–Bely Jar angeschlossen. Es gibt außerdem einige weitere Haltepunkte der Vorort- und Regionalzüge im Stadtgebiet. In Taiga besteht Anschluss an die transsibirische Eisenbahn.

Im Jahre 1967 eröffnete der Tomsker Flughafen "Bogaschowo", welcher heute von mehreren Fluggesellschaften bedient wird.

Die russische Staatsstraße („Automagistrale der Russischen Föderation“) M53 „Baikal“ von Nowosibirsk nach Irkutsk führt durch Tomsk.

Der Verkehr innerhalb der Stadt erfolgt durch Oberleitungsbusse (Trolleybusse) und normale Busse sowie wenige Straßenbahnlinien, vor allem aber durch Mikrobusse, also kleinere Busse, die ebenfalls einem bestimmten Linienweg folgen und etwas teurer sind als die Trolleybusse. Diese Busse halten auf Wunsch von Fahrgästen, die aus- oder auf Handzeichen von Menschen, die einsteigen wollen, zumeist an festen Haltestellen.

Wirtschaft
Architektur aus dem 19. Jahrhundert
Heute ist Tomsk ein Wissenschafts- und Kulturzentrum Sibiriens und Heimatstadt der Fluggesellschaft Tomsk Avia. Aufgrund der großen Ölvorkommen im Gebiet haben sich in Tomsk viele Ölfördernde- und verarbeitende Unternehmen angesiedelt. Bedeutung für die Stadt hat außerdem die IT-Industrie und hier wiederum speziell der Bereich der Softwareentwicklung.

Weiterführende Bildungseinrichtungen
Mit zwei großen Hochschulen mit jeweils über 22.000 Studenten und zahlreichen kleineren Hochschulen oder Zweigstellen von diesen hat die Stadt Tomsk im Bildungsbereich eine besondere Bedeutung innerhalb Russlands.
Universität, August 2004

Große Hochschulen
* Die Staatliche Universität Tomsk ist eine der ältesten Universitäten Russlands und die älteste Sibiriens.
* Die Polytechnische Universität Tomsk hat eine ähnliche Bedeutung wie die staatliche Universität und ist die älteste technische Hochschule Sibiriens.
Das "weiße Haus" in Tomsk, Sitz der Oblast-Verwaltung

Weitere Hochschulen
*Filiale der Staatlichen Öffentlichen Pädagogischen Universität Moskau
*Filiale der Staatlichen Akademie für Wasserstraßenverkehr Nowosibirsk
*Filiale der Öffentlichen Regionaluniversität
*Roter-Stern-Orden-Kommandomilitärhochschule für Nachrichtentechnik
*Sibirische Staatliche Medizinische Universität
*Filiale Tomsk der Staatlichen Agraruniversität Nowosibirsk
*Höheres Ökonomisch-Juristisches Kolleg Tomsk
*Militärisches Medizininstitut Tomsk
*Ökonomisch-Juristisches Institut Tomsk
*Staatliche Pädagogische Universität Tomsk
*Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen Tomsk
*Staatliche Universität für Steuerungsysteme und Nachrichtenelektronik Tomsk (früher Staatliche Akademie)

Sport
Im Fußball ist die Stadt durch den Verein Tom Tomsk vertreten.

Söhne und Töchter der Stadt
*Jakow Jurowski (1878–1938), Tschekist und Parteifunktionär, leitete die Ermordung der Zarenfamilie
*Anatoli Pepeljajew (1891–1938), Feldherr und Weißgardist
*Nikola Baranski (1891–1963), Ökonom und Geograf
*Tatiana Proskouriakoff (1909–1985), Archäologin und Illustratorin
*Władysław Skonecki (1920–1983), Tennisspieler
*Karl Vaino (* 1923), Politiker
*Edisson Denissow (1929–1996), Komponist
*Nikolai Rukawischnikow (1932–2002), Physiker und Kosmonaut
*Nikolai Borschtschewski (* 1965), Eishockeyspieler
*Dmitri Subbotin (* 1977), Eishockeyspieler

Partnerstädte
Tomsk ist Partnerstadt von:
* Monroe, Michigan, USA
* Tiflis, Georgien
* Ulsan, Süd-Korea

Siehe auch
*Kaschtak


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 24.01.2022 05:22 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Kaufmann Pawel Tretjakow (1832–1898) begann 1856, die Werke zeitgenössischer russischer Maler zu erwerben. 1892 hatte der besessene Sammler an die 2000 Werke, die er der Stadt Moskau vermachte. Die „Tretjakow-Galerie“ (1902) im historischen
Gut 900 Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musiker beschäftigt der Dramaturgie-Konzern „Bolschoi-Theater“. Das „Große Theater“ wird aber immer seltener den Moskowitern geboten, da die Stars, wie die Ballerinen des weltberühmten
Die Hauptstadt der Russischen Föderation ist streng genommen die größte Stadt Europas – wenn man den asiatischen Teil Istanbul nicht mitrechnet. Das UNESCO-Weltkulturerbe-Ensemble um den Roten Platz mit dem zentralen Kreml wird auf
Kunstmäzen Igor Markin, 41, ist so etwas wie das Lieblingsfeindbild des Erzabtes Tichon. Dem ehemaligen Bauunternehmer und Multimillionär ist nichts von dem heilig, was die Konservativen gerne als unantastbar betrachten. Antichristliche
Schriftsteller Wiktor Jerofejew bezeichnet Moskau als die Welthauptstadt der Sünde, in die er vernarrt sei, wegen der „ungeheueren Energie dieser Metropole, die zerstörerisch sein kann und aufbauend zugleich". Der Baumeister des neuen
Glockenturm Iwan der Große im Moskauer KremlBriefmarke "Heldenstadt Moskau""Moskau" ( , "Moskwa") ist die Hauptstadt der Russischen Föderation und mit rund 10,5 Millionen Einwohnern (2009) in der Stadt und 14,6 Millionen (2007)World Gazetteer: in
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Das Internationale Olympische Komitee verurteilt Russlands Sommer-Olympioniken nicht kollektiv. Trotz der Doping-Skandale wird es keinen kompletten Ausschluss der russischen Mannschaft geben, dafür müssen strenge Auflagen erfüllt werden. Lausanne/Moskau
Das kann man nicht oft über Englands Fußballer sagen: Über weite Strecken bieten Rooney & Co. mitreißenden Offensivsport an. Einziges Manko: die Chancenverwertung. Als Russland in der zweiten Hälfte das Spiel allmählich besser in den Griff
Im Russland des neuen Zaren Putin I. gibt es wohl kein Thema, das nicht politisiert würde. „Unsere Fans werden ständig provoziert“, macht der russische Sportminister Vitali Mutko die russischen Hooligans von Tätern zu Opfern. Gerüchte gehen
Sie kommen aus dem Nichts und schlagen brutal zu: Rund 150 russische Hooligans haben bei Kämpfen mit englischen Fangruppen für die hässlichen Bilder dieser EM gesorgt. Gewaltbereiten Fans werden Kontakte bis hinauf in höchste politische Kreise.
"Ist doch klar, wenn du merkst, du hast alles in deiner Hand", schwärmt der walisische Superstar Gareth Bale, "kannst es gestalten. Unsere beste Leistung, jetzt stehen wir oben, was kann man mehr wollen, es ist doch für alle ein
«Gefahr aus dem Osten» oder «Dämonisierung Russlands»? Beim Nato-Russland-Rat prallen konträre Sichtweisen aufeinander. Der Westen und Moskau überbieten sich mit Rüstungsplänen und Rhetorik. Kann das wichtige Forum für Dialog neues Vertrauen schaffen? Brüssel/Moskau
Wetter

Moskau


(24.01.2022 05:22)

-16 / -7 °C


25.01.2022
-19 / -14 °C
26.01.2022
-20 / -13 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

...
Leben auf Malta ...

Der Gardasee - ein lan ...
Casino in Europa ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum