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Villach

Österreich, Villach
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"Villach" (slowenisch: "Beljak") ist die zweitgrößte Stadt Kärntens und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Österreich sowie im Alpen-Adria-Raum. Villach ist eine Statutarstadt.

Geografie
Geografische Lage
Das Stadtgebiet liegt am westlichen Rand des Klagenfurter Beckens am Zusammenfluss der Drau mit der Gail. Das Gemeindegebiet von Villach grenzt an bzw. umschließt mehrere Seen, darunter Ossiacher See, Faaker See, Silbersee, Vassacher See, Magdalensee und St. Leonharder See.

Stadtgliederung
Folgende Orte und Stadtteile gehören zu Villach:

Überblick


Blick über Villach in östliche Richtung (um 1898)
Blick über die Drau nach Süden
Draulände und Lederergasse an einem regnerischen Halloween-Abend
Villach, Blick von der Burgruine Landskron
Thomas von Villach
Stadtmuseum in der Widmanngasse
Altstadt mit Stadtpfarrkirche von der Draubrücke aus
Sankt Johanner Kirche
Pfarrkirche von Sankt Niklas an der Drau

Berge und Höhenzüge um Villach
Dobrova (612 m), Genottehöhe, Graschelitzen (728 m), Kumberg (774 m), Kumitzberg (658 m), Landskron (676 m), Nieschach (733 m), Oswaldiberg (963 m), Polana (660 m), Tscheltschnigkogel (696 m), Dobratsch (2.166 m),
Wollanigberg (1.174 m)

Bevölkerung
Bevölkerungszusammensetzung
In Villach lebten am 1. Jänner 2009 58.949 Personen, davon 6.961 oder 11,8 % mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft.Statistik Austria und Österreichischer Städtebund (Hrsg.): "Österreichs Städte in Zahlen 2009". Statistik Austria, Wien 2009. ISBN 978-3-902703-25-5, S. 117. Insgesamt 8.898 Personen oder 15,1 % waren nicht in Österreich geboren. Der Großteil der im Ausland geborenen Personen stammte aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien (3.940 Personen oder 6,7 % der Gesamtbevölkerung), die nächstgrößte Gruppe sind Deutsche (1.642 Personen oder 2,8 % der Gesamtbevölkerung).Statistik Austria und Österreichischer Städtebund (Hrsg.): "Österreichs Städte in Zahlen 2009". Statistik Austria, Wien 2009. ISBN 978-3-902703-25-5, S. 123f..

Religionen
58,1 % der Einwohner Villachs sind römisch-katholisch; 14,1 % evangelisch; 3,9 % Moslems, 1,9 % orthodox, 0,3 % Zeugen Jehovas, 0,1 % Buddhisten. 16,7 % der Villacher sind ohne religiöses Bekenntnis.

Geschichte
Die ältesten Funde von menschlichen Spuren im Raum Villach stammen aus der späten Jungsteinzeit. Vielfältige Funde stammen aus der Römerzeit (ab 15 v. Chr.), in der hier ein Ort namens Santicum bestand. Er wird meist nahe den Thermalquellen von Warmbad im Süden lokalisiert. Eine zeitweilig gleichfalls bei Villach vermutete römische Zollstation Bilachinium lag dagegen tatsächlich im Kanaltal/Val Canale bei Camporosso/Saifnitz. Um 600 wanderten slawische Stämme ein und gründeten das slawische Fürstentum Karantanien.

Um 740 wandte sich Borouth, Herzog von Karantanien, an Herzog Odilo von Bayern um Hilfe gegen die Awaren. Diese wurde auch gewährt, allerdings gegen Anerkennung der bayerischen bzw. fränkischen Oberhoheit. Der Karolinger König Karlmann schenkte 878 dem bayerischen Kloster Öttingen den Königshof Treffen. Dabei wurde die Villacher Brücke und der gleichfalls aus vorrömischer Zeit stammende Name Villach erstmals urkundlich erwähnt.

979 wurde der Königshof Villach vom Kaiser Otto II. an Bischof Albuin von Säben/Brixen als Lehen vergeben. Von 1007 bis 1759 war Villach im Besitz des Bistums Bamberg. 1060 erhielt Villach das Marktrecht, in der folgenden Zeit ist die Marktsiedlung zur voll entwickelten Stadt herangewachsen; als solche ist Villach mindestens seit 1240 urkundlich erwiesen. Bei Erdbeben am 25. Jänner 1348 und am 4. Dezember 1690 erlitt die Stadt schwere Schäden. Nachdem um 1526 die Reformation Einzug gehalten hatte, wurde Villach zum Kärntner Zentrum des Protestantismus. Während der Gegenreformation um 1600 sind viele evangelische Villacher ausgewandert, was zum zeitweiligen wirtschaftlichen Niedergang der Stadt beitrug.

1759 wurde Villach von Kaiserin Maria Theresia zusammen mit allen anderen bambergischen Besitzungen in Kärnten für Österreich gekauft. Die mit dem Fürstbistum Bamberg vereinbarte Kaufsumme hat 1 Million Gulden betragen. Entgegen einer verbreiteten Irrmeinung ist die Veranlagung und Zahlung des Kaufpreises genau erfolgt. Im Zuge der theresianischen Reformen wurde Villach neben Klagenfurt und Völkermarkt zum Sitz einer Kreishauptmannschaft.

Während der napoleonischen Zeit (1809 bis 1813) war Villach Kreisstadt innerhalb der französischen "Illyrischen Provinzen". Die Stadt wurde 1813 von Österreich zurückerobert.

Während des Ersten Weltkrieges war Villach als Frontstadt zu Italien von 1915 bis 1917 der Sitz des Kommandos der 10. Armee.

Am 1. Jänner 1932 wurde Villach zur autonomen Stadt mit eigenem Statut. Gleichzeitig übernahm Villach die Aufgaben der Bezirksverwaltung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden von den Alliierten 37 Luftangriffe gegen Villach durchgeführt. Durch den Abwurf von ca. 42.500 Bomben wurden 85 % der gesamten Gebäude der Stadt beschädigt. Villach zählte nach Wiener Neustadt zu den meist beschädigten Städten Österreichs.

Villach war Alpenstadt des Jahres 1997.

Eingemeindungen
Im Jahr 1905 wurde ein Teil des Gemeindegebiets von "St. Martin" eingemeindet. 1973 vergrößerte sich das Stadtgebiet durch die Eingemeindung von "Landskron", "Maria Gail" und "Fellach" aufs Neue und hat damit die derzeitige Größe erreicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kunst
Villach war Zentrum der Villacher Schule, einer Werkstatt für Malerei und Schnitzkunst, die im 15. und 16. Jahrhundert künstlerisch gestaltete Arbeiten, vorwiegend Sakralkunst (Flügelaltar, Fresko), im spätgotischen Stil produzierte. Ihre bedeutendsten Vertreter waren Friedrich von Villach und dessen Schüler Thomas von Villach.
Theater
* Neue Bühne Villach
* Kulturspektrum Maria Gail (KSMG)

Museen
* Museum der Stadt Villach
: Das seit 1873 bestehende Stadtmuseum ist in einem historischen Bürgerhaus im Stadtzentrum (Widmanngasse 38) untergebracht. Mit seinen Sammlungen dokumentiert es Geschichte, Kunst und Kultur des Villacher Raumes von den frühesten Anfängen bis zur Gegenwart. Die ständige Schausammlung ist von Mai bis Oktober geöffnet, darüber hinaus gibt es Sonderausstellungen. Im Museumsjahrbuch „Neues aus Alt-Villach“ werden seit 1964 Forschungsergebnisse und Museumsaktivitäten veröffentlicht.
: Als Außenstelle gehört zum Museum auch die große topographische Landschaftsdarstellung „Relief von Kärnten“ im Schillerpark/Peraustraße. Die 182 m², (19,5 m × 9,35 m) große, topographisch exakte Landschaftsplastik im Längenmaßstab 1:10.000 und Höhenmaßstab 1:5.000 (doppelte Überhöhung) wurde zwischen 1889 und 1913 erstellt, und stellt Kärnten und die angrenzenden Nachbarregionen dar. Sie ist im 1913 eigens dafür errichteten Ausstellungsgebäude von Mai bis Oktober zugänglich.
* Fahrzeugmuseum: ca. 185 Fahrzeuge der Jahre 1927 - 1977
* Puppenmuseum: Künstlerpuppen aus den Ateliers internationaler Künstler
* Pilz-Wald-Naturwunderwelt – Pilzmuseum
* Ebners Hausmuseum – Bergbau, Landwirtschaft und Tourismus

Musik
* Villacher Kammerorchester

Bauwerke
* Stadtpfarrkirche St. Jakob (Gotische Hallenkirche)
* Nikolaikirche – neugotische Kirche (1896 eingeweiht) mit angeschlossenem Franziskanerkloster.
* Kirche „Zum Heiligen Kreuz“, barocke Wallfahrtskirche
* Evangelische Kirche im Stadtpark wurde in den Jahren 1901 bis 1903 erbaut.
* Burgruine Landskron
* Congress Center Villach (Veranstaltungsort des Villacher Faschings)
* Historischer Stadtkern mit Hauptplatz, Dreifaltigkeitssäule und Teilen der früheren Stadtmauer
* Römerweg – Eine in den hier anstehenden Kalkfels eingetiefte sog. Gleisstraße, die in römischer Zeit angelegt wurde. Sie ist oberhalb von Warmbad nahe der sogenannten Napoleonswiese nach Süden gegen Oberfederaun hin auf einigen hundert Meter Länge sichtbar und dient auch als Wanderweg.
* St. Johanner Kirche
* St. Michaeler Kirche
* Hügelgräber aus der Hallstattzeit nahe der Ruine Landskron
* Paracelsushof – Das Haus Hauptplatz Nr. 18 und sein Renaissance-Arkadenhof gilt gemäß einer historisch unzutreffenden Erzähltradition als Wirkungsstätte des Paracelsus und seines Vaters Wilhelm v. Hohenheim; seit 1896 gibt es hierzu einen Gedenkstein an der Fassade und seit 1941 im Hof zwei Marmor-Porträts, geschaffen vom Bildhauer S. Dobner "Theophrast von Hohenheim" (Paracelsus).
* Stadthalle Villach


File:Villach Dr. Karl Renner Platz Evangelische Kirche 27082008 11.jpg|Evangelische Kirche, Blick aus der 10.-Oktober-Straße
File:Villach Stadtpark Evangelische Kirche 27082008 01.jpg|Evangelische Kirche am Dr.-Karl-Renner-Platz
File:Villach kirche zum Heiligen Kreuz.jpg|Kirche zum Heiligen Kreuz


Denkmäler
*Denkmal der Namen – Das Denkmal der Namen in der Widmanngasse erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus in Villach. Initiiert vom Verein Erinnern, wurde es 1999 erstmalig enthüllt Verein Erinnern Villach: http://www.erinnern-villach.at. Nach zahlreichen Erweiterungen und Akten des Vandalismus, die zu Neugestaltungen führten, wurde es zuletzt 2008 erneut eingeweiht.Moser, E. (2008) "Denkmal erinnert an die Opfer der Nazis", Kleine Zeitung, 26. Oktober 2008. http://www.kleinezeitung.at/kaernten/villach/villach/1600279/index.do "Das Denkmal auf 252 Namen erweitert: Schuldlose wurden zu Schuldigen gemacht", Villach: Stadtzeitung. Mitteilungsblatt der Stadt Villach, Nr.22, 2. Dezember 2008. http://www.villach.at/inhalt/31303_45472.htm

Parks
* Stadtpark
* Schillerpark
* Walther von der Vogelweide-Park
* Dinzlpark
* Hafnerpark
* Kurpark Warmbad (Privatbesitz)
* Auenpark
* Europapark

Maibachl
Pfarr- und Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ in Maria Gail
Mittagskogel
Oswaldiberg zwischen Villach und Treffen
CCV, Congress Center Villach

Naturdenkmäler
* Maibachl – Ein von episodisch nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze fließender Bach bei Warmbad, der von Thermalquellen (etwa 28 °C) am Nordrand der Napoleonswiese ausgeht. Sie fließen häufig zwischen März und Juni, jedoch fallweise auch zu anderen Zeiten. Der Bach und seine Quellen werden dann traditionell frei zugänglich zum Baden genutzt, dies gilt als besonders heilsam; 2005 wurde das Maibachl zum Naturdenkmal erklärt.
* Hungerbach – Ein sehr selten fließender, dann gleichfalls von Thermalquellen gespeister Bachlauf in der Nähe des Maibachls.
* weiters tritt an mehreren Stellen in Warmbad Kaltwasser zu Tage. Dies geschieht in Form von perennierenden Quellen (Römerquelle) und in Form von periodischen Quellen (Studenzaquelle)
* Eggerloch – eine der größten Höhlen im Kalkfels der Villacher Alpe (Dobratsch bzw. hier Tscheltschnigkogel) nahe bei Warmbad-Villach.

Sport
* Eishockey-Bundesligavereine: Eishockey-Club Villacher Sportverein (EC VSV)
* Die Villacher Alpenarena (Skisprungschanze und Langlaufloipe am Fuß des Dobratschs) ist ein Sportzentrum für den Nordischen Skisport. Neben Langlauf werden Nordische Kombination und Spezialspringen geboten. Bereits siebenmal war die Alpenarena Austragungsort eines Weltcup-Skisprung-Bewerbes. Zudem wird im Skisprung-Continentalcup ein Springen ausgetragen. Die Schanzenanlage umfasst vier Schanzen von K15-K90.
* Veranstaltungsort der Straßen-Radweltmeisterschaft von 1987
* Veranstaltungsort der Wasserski-Weltmeisterschaft von 1991 (Silbersee)

Regelmäßige Veranstaltungen
* Carinthischer Sommer
* Villacher Fasching
* Villacher Kirchtag (Brauchtumsfest)
* European Bike Week von Harley Davidson am Faaker See
* Honky-Tonk Festival
* Ackern („Freiluftwohnzimmerfestival“)

Kulinarische Spezialitäten
* Villacher Torte
* Villacher Kirchtagssuppe

Organisationen

In Villach befindet sich der Sitz der Evangelischen Superintendentur A. B. Kärnten und Osttirol.

Auch der gemeinnützige Verein der Villacher Bauerngman hat hier seinen Sitz.

Wirtschaft und Infrastruktur
Im Jahre 1970 startete die Siemens AG mit einer Diodenproduktion in Villach. 1979 wurde die erste Scheibenfertigung begonnen und das Entwicklungszentrum für Mikroelektronik gegründet. Es folgte ein stetiger Ausbau des Standortes in Villach, so dass Siemens zu einem der größten Arbeitgeber in Villach wurde. Seit dem Jahr 2000 führt die aus dem Siemens-Halbleiterbereich hervorgegangene Infineon Technologies AG den Standort Villach als Kompetenzzentrum für Automobil- und Industrieelektronik und als Hauptstandort der Infineon Technologies Austria AG.

Villach hat sich in den letzten zehn Jahren konsequent der Positionierung als Technologiestandort verschrieben.
Der tpv Technologiepark Villach gilt als Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum für High-Tech. Die Ansiedelungen folgen der strategischen Zielsetzung „Lehre, Forschung und Entwicklung an einem Standort“. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung umfasst die Bereiche Elektronik, erneuerbare Energie, Geoinformation, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie dazugehörige Zulieferer und Dienstleister. Die tragenden Säulen sind die am Standort ansässigen Institutionen wie die Fachhochschule Kärnten, das außeruniversitäre Forschungs- und Kompetenzzentrum Carinthian Tech Research (CTR) sowie die Micronas Villach Halbleiterentwicklungs GmbH und die SEZ Management GmbH.

Am 15. Mai 2001 beschäftigten in Villach 3.234 Unternehmen 32.133 Mitarbeiter. 15 Betriebe mit mehr als je 200 Mitarbeitern sind Großunternehmen.

Verkehr
Die Stadt Villach stellt seit ihren Anfängen einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt sowohl im Schienenverkehr als auch im Straßenverkehr in Kärnten dar. Dies beweisen auch die gut erhaltenen Überreste eines Römerweges im Stadtteil Warmbad.

Schienenverkehr
Villach Westbahnhof im August 1986
Villach ist einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs. Hier laufen mehrere Eisenbahnlinien zusammen: Die Drautalbahn von San Candido über Lienz, Spittal, Villach Hauptbahnhof, Klagenfurt Hauptbahnhof nach Maribor, die Rudolfsbahn von Amstetten bzw. Sankt Valentin, Bruck an der Mur über Sankt Veit an der Glan, Feldkirchen in Kärnten nach Tarvisio, sowie die Karawankenbahn nach Slowenien.

Im Stadtgebiet gibt es folgende Bahnhöfe und Haltestellen:
* Villach Hauptbahnhof
* Villach Westbahnhof
* Villach Hauptbahnhof-Ostbahnhof-Autoverladestelle (für Autoreisezüge nach Südosteuropa und Deutschland)
* Villach Warmbad
* Villach Seebach
* Villach St. Magdalen (in Planung)
* Villach St. Ruprecht
Am meisten frequentiert wird der Villacher Hauptbahnhof, die anderen Bahnhöfe und Haltestellen sind wichtige Stationen für den Nahverkehr. Von der Autoverladestelle am Ostbahnhof gehen vor allem Verbindungen nach Südosteuropa (etwa der "Optima-Express" nach Edirne in der Türkei oder Autoreisezüge ins europäische Ausland, vor allem nach Deutschland).

Im Bereich Fürnitz liegt der Großverschiebebahnhof Villach-Süd. Dieser ist nach dem Zentralverschiebebahnhof Wien der zweitgrößte Verschiebebahnhof Österreichs. Traditionellerweise ist ein nicht unerheblicher Anteil der Villacher Bevölkerung bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschäftigt. In Villach befindet sich das zentrale Bahnbüro für Südösterreich.

Straßenverkehr
Am Autobahnknoten Villach kreuzt die Süd Autobahn A2, die von Wien über Graz und Klagenfurt nach Italien führt, die Tauern Autobahn A10 und die Karawanken Autobahn A11. Die Tauern Autobahn stellt die Verbindung Villachs mit Salzburg und Deutschland dar, die Karawanken Autobahn verbindet Villach mit Slowenien.

Autobahnabfahrten
* Villach Ossiacher See (Nord) – führt auf die Nordumfahrung bzw. in die Ossiacherzeile
* Villach West" – führt über die Drautal Straße (B 100) auf die Nordumfahrung
* Villach Faaker See (Süd Ost) – führt über die Mariagailer Straße in die Ossiacher Zeile
* Villach Warmbad (Süd) – führt über die Kärntner Straße (B 83) ins Zentrum bzw. auf die Westumfahrung

Die Kärntner Straße (B 83), welche von Klagenfurt nach Italien führt, verläuft südöstlich außerhalb des Stadtzentrums durch Villach und ist eine der Haupteinfahrtsstraßen nach Villach. Im östlichen Teil der Stadt zweigt die Ossiacher Straße (B 94) von der B 83 ab und führt weiter in den Bezirk Sankt Veit zur Friesacher Straße (B 317). Im Norden zweigt die Drautal Straße (B 100) von der Ossiacher Straße ab, welche dann in Richtung Westen zur Villacher Straße (B 86) verläuft. In weiterer Folge führt die B 100 nach Spittal an der Drau, Osttirol und weiter nach Italien. Die Villacher Straße verbindet als Westumfahrung die Drautal Straße B 100 und die Kärntner Straße B 83. Die B 86 und B 83 kreuzen sich in einem gut ausgebauten planfreien Knoten. Diese Straßen stellen einen Straßenring um das Villacher Zentrum her. Die Faakersee Straße (B 84) verbindet schließlich den Faaker See mit Villach.

Sicherheit und Rettungsdienste
*"Polizei:"
In der Trattengasse in Villach befindet sich eine der beiden Bundespolizeidirektionen Kärntens. Neben einer Polizeiinspektion, einem Polizeianhaltezentrum, dem Stadtpolizeikommando und der Verkehrsinspektion, ist hier auch ein operativer Kriminaldienst untergebracht. Darüber hinaus gibt es im Stadtgebiet sechs weitere Polizeiinspektionen am Hauptplatz, im Hauptbahnhof, im Atrio, Drobollach, Landskron und Neufellach.
Villach setzt zur Erhaltung der Sicherheit auf kürzere Intervalle der Polizeistreifen und örtlich begrenzte Videoüberwachung in Verbindung mit (zukünftig aufzustellenden) Notrufsäulen. Diese Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Lederergasse, in der es aufgrund der hohen Dichte von Lokalen immer wieder zu Problemen kommt. Die Verlagerung von Raufhandel und Vandalismus auf überwachungsfreie Zonen muss erst beobachtet werden, weshalb die Maßnahmen umstritten sind. Um die zunehmende Verbreitung von Graffiti zu bekämpfen, werden von der Stadt Flächen zum legalen Sprayen und Geldmittel aus der Kunstförderung zur Verfügung gestellt.

*"Bundesheer:"
In Villach gibt es drei Kasernen, in denen zwei vollständige Bataillone beheimatet sind:
In der Rohrkaserne in Villach-Seebach und der Henselkaserne in Villach-Obere Fellach befindet sich das
Pionierbataillon 1, dessen Angehörige als "Villacher Pioniere" bezeichnet werden, was auch auf deren Bataillonsabzeichen steht.
Es besteht aus dem Bataillonskommando, der Stabskompanie, der Technischen Kompanie, der Brücken und Übersetzkompanie, sowie der 1. und 2. Pionierkompanie. Und in der Lutschounigkaserne in Villach-Italienerstraße, befindet sich das Führungsunterstützungsbataillon 1, das direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt ist. Es besteht aus dem Bataillonskommando, der Stabskompanie, der Betriebs-/Richtverbindungskompanie, sowie der 1. und 2. Funkkompanie.
Wegen der Heeresreform 2010 wird ab kommendem Jahr die Rohrkaserne aufgelöst und die Henselkaserne zu einem von drei Pionierzentren (neben Melk und Salzburg) in Österreich erweitert. Der Personalstand wird durch die Auflösung der Rohrkaserne, dessen Personal in der Henselkaserne übernommen wird, verdreifacht. Die Rohrkaserne wird verkauft. All dies soll bis 2009 abgeschlossen sein.

*"Feuerwehr und Rettungsdienste:"
In der Kasernengasse in Villach befindet sich das Bezirksfeuerwehrkommando Villach Stadt, in dem auch die Freiwillige Hauptfeuerwache Villach sowie eine Ortsstelle des Bergrettungsdienstes und der Wasserrettung untergebracht ist. In der Hauptfeuerwache sind 16 Fahrzeuge, 5 Rettungsboote und 4 Wechselladercontainer stationiert.
Daneben gibt es in ganz Villach insgesamt 20 Freiwillige Feuerwehren, sowie die Betriebsfeuerwehr der Infineon.
In der Dreschnigstraße befindet sich die Bezirksstelle des Roten Kreuzes mit 60 beruflichen und 273 freiwilligen Mitarbeitern denen mehrere RTW, KTW, NEF und BKTW zur Verfügung stehen. In der Nikolaigasse liegt die Rettungszentrale des Arbeiter-Samariter-Bundes mit acht Fahrzeugen, acht hauptberuflichen Mitarbeitern, fast 50 ehrenamtlichen Sanitätern sowie durchschnittlich 30 Zivildienern pro Jahr.

Landeskrankenhaus in der Nikolaigasse
*"Landeskrankenhaus und Privatklinik:"
Das am 4. Oktober 1891 eröffnete Landeskrankenhaus Villach verfügt über 783 Betten. Insgesamt zählt das Haus elf Abteilungen und vier Institute mit 1.710 Mitarbeitern. Im Dezember 2003 wurde das LKH Villach als erstes allgemeines Akutkrankenhaus in Österreich von der Joint Commission International akkreditiert und entspricht somit höchsten internationalen Ansprüchen der Qualitätssicherung und Patientenorientierung. Mit jährlich über 32.000 frisch verletzten Patienten, davon über 5.300 stationär behandelten, ist die Unfallchirurgie Villach die größte Versorgungseinheit in Kärnten. Außerdem verfügt das LKH, mit der seit 1992 angegliederten Sonderkrankenanstalt in Villach-Warmbad, über die größte Orthopädie-Abteilung Kärntens.

Darüber hinaus gibt es noch eine Privatklinik in Villach-Warmbad mit 210 Mitarbeitern und 152 Betten

Krematorium
Die Stadt Villach ist der Standort des einzigen Krematoriums im Bundesland Kärnten. Errichtet wurde es zwischen 1952 und 1953 nach Plänen des Architekten Erich Boltenstern. Seit 2008 wird es von der "Bestattung Kärnten GmbH" betrieben, die aus der Fusion der Villacher und Klagenfurter Bestattungsunternehmungen entstand."http://www.villach.at/inhalt/31292_42265.htm"

Bildung
"Allgemeinbildende Schulen"
* BG/BRG Peraustraße
* BG/BRG St. Martiner Straße
* 13 Volksschulen
* 7 Hauptschulen

"Berufsbildende Schulen"
* Centrum Humanberuflicher Schulen (HBLA für wirtschaftliche Berufe, künstlerische Gestaltung, Mode und Design, Kommunikation und Mediendesign)
* Höhere Technische Lehranstalt für Hoch- und Tiefbau, Innenraumgestalltung, EDV und Netzwerktechnik (HTL)
* KTS – Kärntner Tourismusschulen
* Handelsakademie Villach
* 3 Berufsschulen
* Polytechnikum

"Hochschule"
*Fachhochschule Kärnten mit Studiengängen in den Bereichen Wirtschaft, Geoinformation, Maschinenbau und Systems Engineering

"Kolleg"
* Berufskolleg für Kommunikation und Mediendesign im CHS-Villach

"Weitere Bildungseinrichtungen"
* Sonderschule für Schwerstbehinderte
* Musikschule Villach
* Vitalakademie Villach
* Berufsförderungsinstitut bfi
* Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI
* Paracelsusakademie Villach

Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Villach hat 45 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:
* 21 SPÖ
* 12 BZÖ
* 9 ÖVP
* 2 Grüne
* 1 FPÖ

Stadtsenat
Der Villacher Stadtsenat (Stadtregierung) besteht aus sieben Mitgliedern. Den Vorsitz hat der Bürgermeister, der von der Villacher Bevölkerung direkt gewählt wird. Die zwei Vizebürgermeister sowie die Stadträte werden vom Gemeinderat gewählt, wobei die Anzahl der Sitze je Partei durch das Wahlergebnis bestimmt wird.

Seit 2009 setzt sich der Stadtsenat von Villach wie folgt zusammen:
* "Bürgermeister" Helmut Manzenreiter, SPÖ
* "1.Vizebürgermeister" Richard Pfeiler, SPÖ
* "2.Vizebürgermeisterin" Wally Rettl, BZÖ
* "Stadträtin" Gerda Sandriesser, SPÖ
* "Stadtrat" Peter F. Weidinger, ÖVP
* "Stadträtin" Hilde Schaumberger, SPÖ
* "Stadtrat" Josef Zauchner, BZÖ

Wappen
Wappen der Stadt Villach
Die Führung eines Siegels in Villach kann bis ins Jahr 1240 nachgewiesen werden. Damit handelt es sich bei dem erhaltenen Fragment einer Urkunde 12. April 1240 um den ältesten Nachweis eines Stadtsiegels in Österreich und darüber hinaus auch das früheste Beispiel für die Führung eines kommunalen Wappenschildes. Aufgrund der Verwendung des Schildes wird vermutet, dass Villach hier das Wappen eines Stadtrichters oder einer anderen Person des Hochstifts verwendet hat, dafür spricht auch die Ähnlichkeit des Wappens mit dem der Herren von Finkenstein.

Um 1270 wurde ein neues Typar (Siegelstempel) angefertigt, dessen Abdruck erstmals an einer Urkunde vom 5. März 1282 dokumentiert ist, und das bis ins 18. Jahrhundert verwendet wurde. Der vierkrallige Adlerfang wurde hier nun auf einem Felsen sitzend dargestellt. Details am Motiv wurden immer wieder abgewandelt. Im Jahr 1926 wurde die Darstellung nach dem Vorbild des großen Typars im Stadtmuseum reformiert, der Felsen aber dabei weggelassen. Im Stadtrecht von 1965 kehrte man zur heraldisch strengen Form von 1270 mit dem Felsen in Schildfuß zurück.

Die Tinkturen Gold und Schwarz sind in der Bamberger Vasallentafel von 1603 und im Wappenbuch A (1747) des Kärntner Landesarchivs überliefert.

Die amtliche Blasonierung des Villacher Stadtwappens lautet:

: "Das Stadtwappen zeigt im Dreiecksschild im gelben Feld einen nach unten gerichteten schwarzen Adlerfang; der oben abgerundete Schenkel ist nach links gefiedert, und die kräftigen Krallen sitzen auf einem aus der Schildspitze aufragenden schwarzen Felsen auf."zitiert nach Wilhelm Deuer: "Die Kärntner Gemeindewappen", S. 288. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1

Die Fahne ist Gelb-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.

Eislaufbahn am Hauptplatz im Advent

Städtepartnerschaften
* Bamberg (Deutschland), seit 1973
* Udine (Italien), seit 1979
* Canchungo (Guinea-Bissau), seit 1989
* Suresnes (Frankreich), seit 1992
* Kaposvár (Ungarn), seit 1994
* Bled (Slowenien), seit 2002
* Kranj (Slowenien), seit 2008

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt
* Josef Aichholzer, Filmproduzent
* Peter Brabeck-Letmathe, Vorstandsvorsitzender und Verwaltungsratspräsident von Nestlé
* Arnold Jacob Clementschitsch, Maler, Expressionist, Mitbegründer der Kärntner Landeskunstschule
* Barbara Demmer (*1969), Schauspielerin
* Kurt Diemberger, Bergsteiger, Filmemacher, Fotograf und Autor
* Gerald Domenig, Künstler
* Hubert Dörer, Kraftsportler
* Wilhelm Eich, österreichischer Politiker
* Michael Grabner, Eishockeyspieler
* Bruno Gironcoli, Künstler
* Eva Glawischnig-Piesczek, Bundessprecherin der Grünen
* Heidemarie Hatheyer, Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin
* Herbert Hohenberger, Eishockeyspieler
* Martin Hohenberger, Eishockeyspieler
* Angelika Kaufmann, Autorin und Illustratorin
* Herbert Kickl, Generalsekretär der Freiheitlichen Partei Österreichs
* Martin Koch, Skisprung-Olympiasieger mit der Mannschaft in Turin 2006
* Werner Kofler, Schriftsteller
* Roland Kollmann, Fußballspieler
* Konrad Paul Liessmann, Philosoph, Universitätsprofessor und Autor
* Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
* Ernst Melchior, Fußballspieler (Nationalteam und Legionär in Frankreich)
* Otto Melchior, Fußballspieler (Nationalteam)
* Carl Andreas Picco, Gründer des Villacher Stadtmuseums, Bauunternehmer
* Philipp Pinter, Eishockeyspieler
* Friedrich Schatzmayer (1890-1952), Bürgermeister von Klagenfurt
* Tanja Schett, FIFA-Schiedsrichterin
* Herbert Schiller, Obmann der ARGE Sozial und Landesrat a.D.
* Franz Schneeweiß, Prof., akademischer Maler und Bildhauer
* Manfred Schuster, Schauspieler und Synchronsprecher
* Dieter Stappert, ehemaliger Formel 1 Rennleiter bei BMW 1982-1987
* Thomas von Villach
* Martin Traxl, ORF-Journalist, TV-Kulturchef
* Paul Watzlawick, Psychotherapeut, Philosoph und Autor
* Manfred Weber-Wien, Künstler
* Heidelinde Weis, Schauspielerin
* Josef und Ludwig Willroider, Landschaftsmaler


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Der berühmte «Turmbau zu Babel» von Pieter Bruegel dem Älteren wird im Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien in einem Jahr in zwei Versionen zu sehen sein. Neben dem «Großen Turmbau» (1563) aus dem Bestand des KHM werde die kleinere Variante
Ein 400 Jahre alter Federschmuck aus dem heutigen Mexiko, zwei äußerst fein gearbeitete Hofzwerg-Figuren aus Afrika, ein 2000 Jahre alter Gong aus Asien zum Herbeirufen von regenspendenden Drachen - das sind einige der Höhepunkte des nun
Bei der vorgezogenen Wahl in Österreich kämpfen im Oktober so viele Parteien wie noch nie um den Einzug ins Parlament. Zehn Parteien treten österreichweit an, während sechs in einzelnen Bundesländern auf genug Stimmen der Wahlberechtigten
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